Cordyceps – ein wahres Superfood

Der chinesische Raupenpilz unterstützt aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin die Niere. Dieses Organ speichert unsere gesamte körperliche und psychische Energie und wird daher als Wurzel des Lebens betrachtet. Cordyceps verleiht Kraft, Ausdauer und Willensstärke.

Was können Vitalpilze bewirken?

Vital- beziehungsweise Heilpilze verfügen über ein unschätzbares Potenzial, unsere Gesundheit zu unterstützen. Während Heilkundige in asiatischen Kulturen heute wie vor Tausenden von Jahren bei der Behandlung von körperlichen Leiden gerne auf Heilpilze zurückgreifen, bleiben sie in den europäischen Gesundheitssystemen außen vor. Dabei ist auch hierzulande spätestens seit der Entdeckung des Penicillins unumstritten, welche wunderbare Kraft in Pilzen steckt. Diese Entdeckung hat die Menschheit in der Bekämpfung von Infektionen weit vorangebracht hat. Doch können viele Vitalpilze auch das Immunsystem effizient unterstützen. Polyporus, Reishi, Maitake, Shiitake, Coriolus und Cordyceps sind zudem wertvolle Begleiter bei Krebserkrankungen. Andere Vitalpilze helfen bei Autoimmunerkrankungen, Herz-Kreislauf-Problemen, Übergewicht oder Depressionen. Es gibt fast zu jeder schulmedizinischen Therapie einen passenden Begleiter oder auch Ersatz innerhalb der Welt der Vitalpilze.

Erfahren Sie hier, welch wunderbare Hilfe der Cordyceps bei Leiden im Bereich Nieren, Lunge und Psyche sowie bei der Leistungssteigerung im Sport sein kann.

Geschichte und Pilzkunde

Der Cordyceps Pilz – eine Zufallsentdeckung

Es geht die Geschichte um, dass der Cordyceps schon vor langer Zeit von Hirten im Himalaja entdeckt worden sei. Diese hätten sich gewundert, weshalb ihre Yak- und Schafsherden nach dem Besuch bestimmter Weideflächen deutlich fruchtbarer gewesen wären. Außerdem seien Tiere in gewissen Regionen sehr viel gesünder durch den Winter gekommen und merklich widerstandsfähiger gewesen. Bei genauerer Betrachtung wurde wohl klar, dass das Vieh zusammen mit dem Gras einen Pilz zu sich nahm, der oberflächlich wie ein Grashalm aussah.

Foto Cordyceps PilzeNachdem die Hirten mit dem Cordyceps solche Erfahrungen bei ihren Tieren gemacht hatten, war der Schritt zum Heilmittel für den Menschen nur eine logische Konsequenz. Da der Cordyceps keine Nebenwirkungen verursachte, wurde er bald gegen verschiedenste Leiden eingesetzt. Für die kargen Höhen des Himalaya ist die Entdeckung des Cordyceps eine enorme medizinische Bereicherung gewesen. Doch genauso können auch wir heute von der Cordyceps Wirkung profitieren.

Was ist der Cordyceps?

Der Heilpilz Cordyceps sinensis wächst auf feuchten Bergwiesen des Himalayas in Höhen von 3000 bis 5000 Meter. Unter den extremen Bedingungen dort zu wachsen, fordert von ihm ein enormes Anpassungspotenzial. Diese Fähigkeit gibt er als Adaptogen auch an Mensch und Tier weiter. Biologisch betrachtet gehört der Cordyceps zu den Schlauchpilzen wie zum Beispiel auch Morcheln oder Trüffel. Eine zusätzliche Gemeinsamkeit mit den Letztgenannten ist auch sein hoher Preis. Da er sehr selten ist, erreicht wild gesammelter Cordyceps durchaus einen Kilopreis von 2000 EUR oder mehr. Er war auch schon vor Hunderten von Jahren so kostbar, dass er außerhalb der Gegend seines natürlichen Vorkommens ausschließlich gesellschaftlich hochgestellten Personen wie dem Kaiser von China vorbehalten war.

Entwicklung des Cordyceps aus RaupeSein deutscher Name “Raupenpilz” ist auf sein eigentümliches Wachstum zurückzuführen. So dringt er als Parasit in die unterirdisch lebende Raupe des Nachtfalters Thitarodes ein. Über den Winter hinweg breitet er sich in der Raupe aus und tötet sie letztendlich. Am Ende bleibt nur die mumifizierte Hülle voll von Pilzmyzel übrig. Im Sommer wächst aus dem vormaligen Kopf der Raupe ein schmaler, länglicher Pilzkörper hinauf an die Erdoberfläche. Von außen betrachtet sieht der Pilz dem übrigen Sommergras ähnlich. Aus diesem Wachstumszyklus leitet sich der chinesische Name des Cordyceps “Dong Chong Xia Cao” ab, der so viel wie “Raupe im Winter, Gras im Sommer” bedeutet.

Ein traditioneller Heilpilz findet in die Moderne

Schon vor vielen Hundert Jahren hat die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) den Cordyceps Pilz in ihre Apotheke aufgenommen. Dort gilt er als einer der mächtigsten Heilpilze und kommt bei ganz verschiedenen Leiden zum Einsatz. So geht die heutige Verwendung des Cordyceps auf Erfahrungen mit einer Unzahl von Patienten und Krankheitsbildern zurück. Ergänzend sind Forscher in der jüngsten Zeit den genauen Wirkmechanismen des Pilzes auf der Spur. Dabei zeigt sich immer wieder die Problematik, dass einzelne Inhaltsstoffe kaum denselben Effekt haben wie die einzigartige Kombination der Stoffe im ganzen Pilz.

Wissenschaftliche Studien zum Cordyceps, seiner Wirkung und seinen Nebenwirkungen beziehen sich fast alle auf den sogenannten Cordyceps-CS4. Diese Variante wurde in den 1980ern von Experten in China unter dem Aspekt ausgewählt, dem ursprünglichen Cordyceps des Himalayas am ähnlichsten zu sein. Zur Auswahl standen damals über 200 verschiedene Arten des Cordyceps. Auch wir werden uns hier in diesem Artikel hauptsächlich auf den sogenannten Cordyceps sinensis beziehen. Vereinzelt kommen wir aber auch auf einen seiner Brüder, den Cordyceps militaris zu sprechen. Im Deutschen wird dieser Puppenkernkeule genannt. Wie beim Raupenpilz geht auch sein Name auf die Art des Wachstums zurück. So wächst er vorrangig in Puppen und Larven verschiedener Insekten. Aus seiner traditionellen Anwendung in der TCM ist bekannt, dass er wie der Cordyceps sinensis keine Nebenwirkungen verursacht.

Die Inhaltsstoffe des Cordyceps

Welche sind denn nun diese wunderbaren Inhaltsstoffe, aufgrund derer der Cordyceps bei so vielen Krankheitsbildern Besserung herbeiführt? Bei einer Analyse von Cordyceps fallen unter anderem folgende für den menschlichen Organismus wertvolle Stoffe auf:
– Vitamin B1, B2, E und KCordyceps Pilze aus Säckchen ausgeschüttet
– diverse Mineralstoffe
– Spurenelemente: Kupfer, Zink, Selen, Eisen, Germanium
– alle essenziellen Aminosäuren
Polysaccharide: Beta-Glucane
– Nukleoside: Cordycepin und Adenosin
– Steroide: Ergosterol

Gerade bei den letzten drei genannten Stoffgruppen handelt es sich um wahre Schätze für unsere Gesundheit. Wir werden noch an verschiedenen Stellen auf sie zurückkommen.

Für was hilft Cordyceps?

Die zentrale Cordyceps Wirkung betrifft die Gesundheit von Nieren und Lunge. So bedient sich die TCM vor allem der stärkenden Wirkung des Vitalpilzes auf das Qi, also die Lebensenergie dieser beiden Organe. In neueren Studien konnten die Vorteile für Nieren und Lunge mehrfach bestätigt werden. Darüber hinaus setzen Experten den Cordyceps bei Übergewicht und einem Mangel an Libido ein. Er soll nicht nur die Lust, sondern gleichermaßen die Fruchtbarkeit von Frau und Mann steigern können. Auch im Bereich des Anti-Aging hat sich der Heilpilz einen Namen gemacht. Aufgrund seines vielfältig positiven Einflusses auf den Stoffwechsel und die Gefäße sowie seiner neuroprotektiven, antioxidativen, antientzündlichen und entgiftenden Wirkung wird er in Asien traditionell als Verjüngungsmittel gehandelt. Für den Westen ist vor allem die Eigenheit des Cordyceps, den Blutdruck zu regulieren, ein wertvoller Schatz. Auf die weiteren Anwendungsbereiche und therapeutischen Effekte des Cordyceps Pilz kommen wir gleich ausführlicher zu sprechen.

Ist der Cordyceps gefährlich?

Ehe wir zu den Haupt-Anwendungsgebieten kommen, möchten wir kurz diese wiederholt auftretende Frage klären: Kann es beim Einsatz von Cordyceps zu Nebenwirkungen kommen? Die Antwort darauf ist klar: Nebenwirkungen im klassischen Sinne, wie sie von Pharmazeutika bekannt sind, gibt es bei Heilpilzen nicht. Auch gibt es nichts, was als “Überdosierung” bezeichnet werden könnte.

So haben beim Cordyceps die Erfahrungen gezeigt, dass es lediglich zu einer Überstimulierung der Ausscheidungsprozesse kommen kann. Im Falle von Entgiftungsprozessen ist dies für den Betroffenen vorübergehend unangenehm, hat aber letztlich einen klar positiven Effekt auf den Organismus. Sensible Personen werden es vor allem an ihrer Verdauung merken, dass der Cordyceps anfängt, im Körper “aufzuräumen”. Wenn die Entgiftungserscheinungen zu stark werden, reicht eine vorübergehende Reduktion der Dosis zur Linderung völlig aus.

Falls parallel zum Cordyceps noch Medikamente eingenommen werden, ist die Rücksprache mit Ihrem Arzt dennoch wichtig.

Wirkung/ Anwendungsbereiche

Mehr Lebensenergie durch Nierenschutz

Nach der Lehre der TCM sind die Nieren der Ursprung aller Körperenergien. Haben die Nieren Probleme oder leiden unter äußeren Belastungsfaktoren, bringt das den gesamten Organismus aus dem Gleichgewicht. Dies kann sich laut TCM in Problemen auf Ebene der Knochen, Gelenke und Zähne äußern. Auch Rückenschmerzen und vorzeitige Alterserscheinungen wie Schwerhörigkeit, nachlassende Sehkraft und graue Haare stehen mit den Nieren in Verbindung. Hinzu kommen Entwicklungs- und Wachstumsprobleme in Kindheit und Jugend. Da in den Nieren auch die psychische Energie ihren Ursprung hat, können sich Erkrankungen in Ängsten, Müdigkeit, Unsicherheit und Konzentrationsschwäche äußern. Die Wirkung des Cordyceps auf die Nieren beschreiben fachkundige Therapeuten als tonisierend und stärkend. Er nährt das Qi in den Nieren und fördert damit alle Energien des Körpers.

In der Schulmedizin konnte die positive Wirkung des Cordyceps auf die Nieren in vielfacher Weise nachgewiesen werden. So zeigte sich beispielsweise, dass der hohe Cordycepin-Gehalt für eine bessere Ausscheidung von Kreatinin und Harnstoff sorgt. Dadurch sinken die Harnstoff-, Harnsäure- und Kreatininwerte im Blut nachweislich. Eine reibungslose Ausscheidung und damit eine gute Kreatinin-Clearance haben zudem einen heilsamen Einfluss auf Nierenentzündungen (Nephritis) und -funktionsstörungen. Darüber hinaus hat der Cordyceps eine schützende Wirkung auf die kleinsten Funktionseinheiten der Niere, die Glomeruli. Kommt es bei ihnen zu Defekten, werden zu viele Eiweiße ausgeschieden. Mediziner sprechen in diesem Fall von Proteinurie.

Hilfe bei Diabetes

Da die Nieren von Diabetes mellitus sehr in Mitleidenschaft gezogen werden, leistet der Cordyceps auch in diesem Fall gute Dienste. Diabetiker, die den Vitalpilz regelmäßig einnehmen, berichten von einer Gewichtsreduktion, weniger Durstgefühl und besseren Blutzuckerwerten. In Hinsicht auf den Blutzucker, aber auch den Fettstoffwechsel ist ergänzend die Einnahme von Cordyceps militaris zu erwägen. Falls Sie an Diabetes leiden oder den Cordyceps bei Übergewicht zum Abnehmen einsetzen möchten, besprechen Sie das genaue Vorgehen am besten mit einem Experten für Heilpilze.

Unterstützung bei Nierentransplantationen

Der Cordyceps sinensis ist weiterhin dafür bekannt, autoimmunen Schädigungen an der Niere vorzubeugen oder sie auf therapeutischer Ebene zu lindern. Im Zusammenhang mit Nierentransplantationen wurde festgestellt, dass eine begleitende Einnahme des Cordyceps zu einer höheren Erfolgsquote und weniger Komplikationen führt.

Hormone und Stress

Die Nebennierenrinde steht in engem Zusammenhang mit den Nieren und ist für die Produktion von Hormonen zuständig. Durch das regulierende Eingreifen des Cordyceps auf die Nebennierenrinde können Stress-Symptome spürbar gelindert werden. Aus diesem Grund beugt der Raupenpilz auch chronischen Erkrankungen vor, die aus starkem Stress hervorgehen können. Die Regulation der Hormone macht sich überdies im Bereich der Geschlechtsorgane und damit der Fruchtbarkeit bemerkbar. Eine gleichmäßig hohe Produktion von Geschlechtshormonen stärkt auf Dauer die Geschlechtsorgane von Frau und Mann.

Linderung bei Einnahme nierenbelastender Medikamente

Medikamente, wie sie die Schulmedizin einsetzt, gehen fast immer mit Nebenwirkungen einher. Unter der Verstoffwechselung von Pharmazeutika wie Paracetamol, Ibuprofen, Antibiotika, Chemotherapeutika und vielen weiteren leiden die Nieren enorm. Daher ist bei schulmedizinischer Medikation häufig eine begleitende Einnahme von Cordyceps zur Unterstützung der Nieren ratsam. Im Anschluss an eine medikamentöse Therapie bringt der Cordyceps Pilz die Regeneration voran. Bei Antibiotika betrifft dies vor allem die Tubuluszellen in den Nieren. Bei der Gabe von Kontrastmittel, das bei vielen bildgebenden Verfahren injiziert werden muss, kommt es hingegen zu hohem oxidativem Stress und teilweise zu Entzündungen in der Niere. Der Cordyceps wirkt in diesem Fall nicht nur heilend, sondern kann sogar drohende Apoptosen (Zelltod) verhindern. Aufgrund seiner förderlichen Wirkung auf die Ausscheidung gelangt das Kontrastmittel zudem schneller wieder aus dem Organismus heraus.

Cordyceps für widerstandsfähige Lungen

 Neben den Nieren ist die Lunge ein Hauptwirkungsbereich des Cordyceps. Nach Lehre der TCM nährt er das Yin der Lunge und wirkt tonisierend. Er unterstützt die Abwehrkräfte des Atmungsorgans, weshalb Viren und Bakterien es unter seinem Einfluss sehr viel schwerer haben, über die Schleimhäute in den Körper einzudringen. Insbesondere die antioxidativen Inhaltsstoffe des Cordyceps, wie die Beta-Glucane, leisten gute Dienste bei der Abwehr von Erregern.

In folgenden weiteren Problemfeldern, die mit der Lunge in Zusammenhang stehen, entfaltet der Cordyceps eine positive Wirkung:
Atemwegserkrankungen: Husten, Erkältung, Kurzatmigkeit, Bronchitis
– obstruktive Lungenkrankheiten: Asthma, COPD
– Im Tierversuch hemmt er das Wachstum von Lungenkrebs.
– Prävention und Therapie von Lungenfibrose (nach ersten Erkenntnissen)
– traditionelles Heilmittel bei Tuberkulose
– Steigerung des Atemvolumens insgesamt – auch für Sportler von Vorteil
– verbesserte Abatmung von CO2 – unterstützt die Entsäuerung des Körpers

Auch der Cordyceps militaris ist bei Asthma ein bewährtes Heilmittel. Durch seinen hohen Gehalt an Mannitol verringert er außerdem quälenden Hustenreiz und wirkt schleimlösend bei Erkältungskrankheiten.

Psychische Gesundheit: Cordyceps gegen Stress, Burn-out und Schlafprobleme

Der Raupenpilz entfaltet seine heilsamen Eigenschaften nicht nur auf physischer, sondern ebenso auf psychischer Ebene. So wurden in der TCM mit dem Cordyceps gute Erfahrungen gemacht, was die Linderung von Stress und dessen Auswirkungen anbelangt.

Wie bereits bei den Nieren beschrieben, reguliert der Vitalpilz die Aktivität der Nebennierenrinde. Stresshormone und somit auch Stress-Symptome lassen durch die Einnahme von Cordyceps spürbar nach. In Untersuchungen zeigte sich, dass der Raupenpilz die Konzentrationsfähigkeit sowie die Gedächtnisleistung von Personen, die unter Burn-out leiden, verbessert. Ein vergleichbarer Effekt ist bei Demenzpatienten zu beobachten.

Bei einem Burn-out spielt neben der Erschöpfung auch immer eine depressive Verstimmung mit hinein. Hier zeigt das Cordycepin, das vor allem im Cordyceps militaris enthalten ist, eine lindernde Wirkung. Es reguliert die Sensibilität verschiedener Rezeptoren im Körper, die ursächlich an Stimmungsschwankungen beteiligt sind. Ein weiterer antidepressiver Wirkstoff ist das L-Tryptophan, das im Cordyceps Pilz vorkommt. Es handelt sich hierbei um eine Aminosäure, aus der im Gehirn das Glückshormon Serotonin synthetisiert wird. Seine antidepressiven Wirkungen erklärt man sich heutzutage über die Darmflora, den Dectin-1-Rezeptor, über die AMPA-Rezeptoren und die Stimulation des BDNF, des brain derived neurotrophic factor – dieser Signalweg wird heute als einer der wichtigsten Ansatzpunkte bei Depressionen erachtet. Ergänzt wird dies durch seine entzündungshemmenden Eigenschaften.

Für eine stabile Psyche ist ein gesunder Schlaf unerlässlich. Wer unter Schlafstörungen leidet, kann mit Cordyceps Abhilfe schaffen. Der Sinensis aber besonders auch der Militaris verbessern durch den hohen Gehalt an Cordycepin die Schlafqualität nachhaltig. Positiv wirkt sich außerdem aus, dass der Cordyceps hilft den Blutdruck zu regulieren. Ein zu hoher Blutdruck ist nämlich – ebenso wie ein zu niedriger – häufig die Ursache schlechten Schlafs. Im Gegensatz zu den Schlafmitteln aus der Schulmedizin müssen Sie bei Heilpilzen keine Nebenwirkungen oder gar Abhängigkeit befürchten.

Warum verhilft der Cordyceps Sportlern zu mehr Leistung?

Als 1993 chinesische Leichtathleten diverse neue Weltrekorde aufstellten, führte ihr Trainer dies unter anderem auf die leistungssteigernde Cordyceps Wirkung zurück. Und tatsächlich konnte der positiv Effekt im Bereich Sport und Ausdauer in jüngsten Studien bestätigt werden. Wissenschaftler fanden gleich mehrere ursächliche Mechanismen:

Auf Ebene der Zellen zeigten Untersuchungen an Mäusen,  dass die Mitochondrien unter der Einnahme von Cordyceps deutlich leistungsfähiger waren. Dies führten sie auf eine Zunahme der Energieeinheiten ATP zurück, welche die Zellkraftwerke zur Gewinnung von Energie benötigen. Insbesondere in den Leberzellen zeigte sich eine vermehrte Bildung von ATP um bis zu 50 %. Hier liegt auch der große Unterschied zwischen dem Cordyceps und chemischen Dopingmitteln: Letztere regen die Zellen dazu an, übermäßig viel Energie zu verbrauchen. Das führt am Ende zu großer Erschöpfung und einem gesteigerten Bedarf an Regeneration. Der Cordyceps macht hingegen mehr Energie verfügbar.

Steigung der Versorgung mit Sauerstoff

Weiterhin sorgt der Raupenpilz dafür, dass das Gewebe besser mit Sauerstoff versorgt wird. Dieser Effekt beginnt in der Lunge, die vermehrt Sauerstoff aufnimmt. Weiter ist der O2-Transport effizienter, da der Blutfluss durch das Adenosin gesteigert wird. Letztendlich wird der Sauerstoff in den Zellen effizienter genutzt, weshalb für dieselbe Leistung weniger Sauerstoff nötig ist. Aus diesem Grund sind ein Sauerstoffmangel in der Muskulatur und daraus resultierende Ermüdungserscheinungen unter der Einnahme von Cordyceps erst deutlich später zu beobachten.

Verbesserter Muskelaufbau und erhöhte Fettverbrennung

Darüber hinaus regen die Inhaltsstoffe des Cordyceps die Fettverbrennung und Betaoxidation an. Dadurch wird der Glykogenverbrauch auch bei Kraftanstrengung hinausgezögert. Die Vorräte reichen somit länger. Gerade für männliche Kraftsportler ist zusätzlich wichtig, dass der Vitalpilz die Ausschüttung von Testosteron beim männlichen Geschlecht fördern kann. Dieses männliche Hormon ist essenziell am Aufbau der Muskulatur beteiligt. Aufgrund all der bereits genannten förderlichen Wirkungen im Bereich des Sports kann der Cordyceps bei Übergewicht und dessen Reduktion eine große Hilfe sein. Wer sich fitter fühlt, mehr Leistung erbringen kann und schneller Muskeln aufbaut, verliert eher seine überflüssigen Pfunde.

Schnellere Regeneration

Wer Sport macht, braucht Erholungspausen zur Regeneration. In Studien konnte nun gezeigt werden, dass sich das Muskelgewebe nach Belastung unter dem Einfluss des Cordyceps schneller wieder erholt. Dies äußerst sich in einem rascheren Absinken der Laktatwerte. Das Risiko einer Übersäuerung ist damit geringer. Generell unterstützt der Raupenpilz die Erholung nach starken Dauerbelastungen wie auch nach schweren Krankheiten.

Positive Auswirkungen auf die Psyche

Die leistungssteigernde Cordyceps Wirkung ist jedoch nicht nur auf den körperlichen Bereich beschränkt. Auch auf geistiger Ebene setzen seine wertvollen Kräfte an. Personen mit Cordyceps Erfahrung berichten von klarerem Denken. Sie fühlen sich psychisch stabiler, was wohl der antidepressiven Wirkweise zuzuschreiben ist. Dies und die Herunterregulierung von Stress durch eine verminderte Cortisolausschüttung der Nebennierenrinde ist für Sportler in Wettkampfsituationen überaus hilfreich. Wer weniger Stress verspürt, ist konzentrierter und spart wertvolle Energie für die wesentlichen Prozesse.

Balsam für Herz & Kreislauf

Für Personen mit Herz-Kreislauf-Problemen ist es wichtig zu wissen, dass der Cordyceps auf den Blutdruck regulierend und auf den Cholesterinspiegel senkend wirkt. In Studien konnte beobachtet werden, dass sich die Gefäße erweitern. Die verbesserte Durchblutung kommt allen Organen und so auch dem Gehirn zugute. Der diastolische Blutdruck sinkt und das Herzschlagvolumen nimmt zu. Im Gegensatz zu herkömmlichen Herz-Medikamenten bringt der Cordyceps keine Nebenwirkungen mit sich.

Unter Einnahme von Cordyceps zeigte sich außerdem ein entspannender Effekt auf die glatte Muskulatur in den Wänden der Gefäße. Das Risiko der Plaques-Bildung reduzierte sich zugleich deutlich. Somit hilft der Cordyceps den Blutdruck innerhalb der Norm zu halten. Sogar eine Stärkung des Herzens und eine Glättung von Herzrhythmusstörungen sind möglich. Aufgrund all dieser positiven Wirkungen ist der Cordyceps bei Übergewicht ein hervorragendes Mittel, dem belasteten Kreislauf etwas Gutes zu tun.

Stärkung des Immunsystems

Unser körpereigenes Abwehrsystem muss immer wieder heftigen Angriffen standhalten. Ist es geschwächt, stehen Viren und Bakterien Tür und Tor offen. Doch auch hier hat der Cordyceps eine gesundheitsfördernde Wirkung. Grundsätzlich steigert er die körpereigenen Abwehrmechanismen, reguliert aber auch überschießende Reaktionen nach unten. Letzteres hemmt die Entstehung von Autoimmunerkrankungen.

Unser Immunsystem wehrt sich mithilfe von verschiedenen Zellen und Stoffen gegen unerwünschte Eindringlinge. Der Cordyceps Pilz fördert die Bildung der T-Zellen wie auch der Immunglobuline M und G. Diese Globuline sind wichtige Helfer des Immunsystems, da sie Eindringlinge und beschädigte Zellen markieren. So können die Immunzellen ihre Ziele zuverlässig erkennen. Zu diesen Immunzellen gehören unter anderem die weißen Blutkörperchen, die natürlichen Killerzellen und die Makrophagen, auch Fresszellen genannt. Die Aktivität genau dieser drei Zellgruppen erhöht sich bei der Einnahme von Cordyceps.

Weiter regt der Raupenpilz das Gamma-Interferon an, welches die Abwehrkräfte unterstützt. Gegen Viren und Bakterien geht auch das im Heilpilz reichlich vorhandene Cordycepin vor. Es wirkt ähnlich wie ein Antibiotikum. Der große Unterschied ist allerdings, dass das Cordycepin nur gezielt schädliche Bakterienstämme am Wachstum hindert. Die nützlichen Stämme, wie beispielsweise Bifidobakterien oder Laktobazillen im Darm, bleiben unbeschädigt.

Auch der Cordyceps militaris leistet einen bemerkenswerten Beitrag zur Immunabwehr. Das in ihm enthaltene Ergosterolperoxid lindert Entzündungen im Körper. Außerdem unterstützt es das Immunsystem bei der Abwehr von Viren.

Unterstützung in der Krebstherapie

Gerade im Bereich der Krebsbekämpfung ergeben sich in jüngster Zeit immer wieder neue Erkenntnisse zu den wertvollen Eigenschaften des Cordyceps. Grundlage für eine erfolgreiche Bekämpfung von Tumorzellen ist immer ein starkes Immunsystem. Inwiefern er dieses unterstützt, haben wir eben ausführlich dargestellt.

Im Reagenzglas beobachteten Forscher die Zerstörung des Zellskeletts von Krebszellen durch Cordyceps bei Leukämie, Brust- und Prostatakrebs. In der Praxis wird von der Einnahme von Cordyceps bei Brustkrebs allerdings eher abgeraten, da seine hormonaktivierende Wirkung den Tumor unterstützen könnte. Lassen Sie sich daher unbedingt immer gut beraten!

Weitere Studien weisen darauf hin, dass der Raupenpilz die Krebszellen aushungern kann, indem er vor allem die Neubildung von Blutgefäßen zum Tumor hin unterbindet. Zudem behindert er die Synthese von Proteinen in der Krebszelle, was das Wachstum zusätzlich verlangsamt. All diese wunderbaren Wirkungen bringt der Cordyceps ohne Nebenwirkungen zustande. Bei einer Erkrankung wie Krebs bedeutet dies für Betroffene große Hoffnung, auch weil der Cordyceps die Nebenwirkungen von Chemotherapie und Bestrahlung lindern kann und somit eine wichtige Ergänzung der Komplementärmedizin darstellt. Seine schützende Wirkung auf das Knochenmark hat einen positiven Einfluss auf Immunsystem und Kreislauf, da die Neubildung wichtiger Zellen unterstützt wird.

Sowohl in Hinsicht auf Prävention als auch auf die Therapie von Krebs hat nicht zuletzt die antioxidative Kraft von Cordyceps eine große Bedeutung. Antioxidantien bekämpfen freie Radikale, welche ursächlich für die Schädigung der Zell-DNA sein können. Insbesondere der Cordyceps militaris erweist sich durch seinen hohen Ergosterol-Gehalt als stark antioxidativ. Doch auch der Cordyceps sinensis aktiviert die körpereigene Enzyme Superoxid-Dismutase und Glutathion-Peroxidase, welche einen antioxidativen Charakter aufweisen. Wissenschaftler konnten die antioxidativen Effekte mithilfe des Markers MDA eindeutig nachweisen. Dessen Plasmakonzentration sinkt durch die Einnahme von Cordyceps, was auf eine geringere Oxidation gesättigter Fettsäuren hinweist.

Hintergründe zur Einnahme des Cordyceps

Wo kann ich Cordyceps kaufen?

Wie im ersten Teil dieses Artikels bereits angeklungen ist, ist der wild wachsende Cordyceps Pilz heute sehr selten Cordyceps in Schale und auf der Handund daher für den Verbraucher geradezu unerschwinglich – zudem hat er einen sehr hohen Arsengehalt. Deshalb stammen die im Handel erhältlichen Cordyceps Produkte ausschließlich aus Züchtungen. Dabei wächst der kultivierte Vitalpilz nicht parasitär in einer Raupe, sondern auf Reis oder Getreide. Somit ist er vollkommen vegetarisch beziehungsweise vegan.

Achten Sie bei der Wahl des Anbieters unbedingt auf die Einhaltung von Bio-Standards. Eine Zucht ohne diese Auflagen birgt eine hohe Gefahr an Belastungen mit Schwermetallen und Giften in sich. Pilze saugen diese aus Substrat, Düngemitteln und Pflanzenschutzmitteln geradezu in sich auf. Da die Standards für biologischen Anbau stark variieren, empfehlen wir in jedem Fall, Vitalpilze deutschen Ursprungs zu beziehen.

Wann nehme ich Cordyceps ein?

Um die bestmögliche Cordyceps Wirkung zu erzielen, empfiehlt sich die Einnahme zu den Mahlzeiten.

Wie und wie lange nehme ich Cordyceps ein?

Cordyceps KapselnDie genaue Dosierung hängt zum einen von dem Präparat ab, für das Sie sich entschieden haben, und zum anderen von Ihnen und Ihrem Krankheitsbild. In Forschung und Praxis schwanken die Angaben grob zwischen 750 mg und 3 g Pilzmyzel pro Tag. Doch auch bei höheren Dosen ist das Risiko, das der Cordyceps Nebenwirkungen verursacht, äußerst gering.

Eine Behandlung mit Vitalpilzen ist immer auf eine längere Dauer ausgelegt. Das Minimum liegt bei etwa drei Monaten. Zwar setzt die heilende Kraft des Pilzes sofort ein, doch braucht der Körper Zeit, um sich gänzlich zu erholen. Mitunter kann sich die Einnahme von Cordyceps auch über Jahre erstrecken.

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Wissenschaftliche Studien / Quellen

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  • Jong-Ho Koh, Kwang-Won Yu, Hyung-Joo Suh, Yang-Moon Choi, Tae-Seok Ahn: „Activation of Macrophages and the Intestinal Immunsystem by an Orally Administered Decoction from Cultured Mycelia of Cordyceps sinensis.“; Biosci. Biotechnol. Biochem., 66 (2), 407-411, 2002
  • Xu Ren-He, Peng Xiang-E, Chen Guo-Zhen, Chen Guo-Lin: „Effects of Cordyceps sinensis on Natural Killer Activity and Colony Formation of B16 Melanoma.“; Chinese Medical Journal, 105 (2):97-101, 1992
  • Seu-Mei Wang, Li-Jen Lee, Wan-Wan Lin, Chun-Min Chang: „Effects of a Water-Soluble Extract of Cordyceps sinensis on Steroido-genesis and Capsular Morphology of Lipid Droplets in Cultured Rat Adreno-cortical Cells.“; Journal of Cellular Bio-chemistry 69: 483-489 (1998)
  • Noboru Manabe, Miki Sugimoto, …: „Effects of the Mycelial Extract of Cultured Cordyceps sinensis on In Vivo Hepatic Energy Meta-bolism in the Mouse.“; Jpn. J. Pharmacol. 70, 85-88 (1996)
  • Ji-Xing Nan, Eun-Jeon Park, …: „Antifibrotic Effect of Extracellular Biopolymer from Submerged Mycelial Cultures of Cordyceps militaris on Liver Fibrosis Induced by Bile Duct Ligation and Scission in Rats.“; Arch Pharm Res Vol 24, No 4, 327-332, 2001
  • Prof. Dr. med. Ivo Bianchi: “Moderne Mykotherapie”; Hinckel Druck, 2008
  • Hobbs, C.: “Medicinal Mushrooms”, Botanica Press, 1995

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