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Shiitake – der „König der Heilpilze“
6. September 2021
Dr. Dorothee Bös et al.
Viele von uns kennen den Shiitake als Speisepilz aus asiatischen Gerichten oder vom Gemüsehändler um die Ecke. Er schmeckt hervorragend würzig und ist zudem auch überaus gesund. In Ostasien ist er aus diesem Grund bereits seit Jahrhunderten ein weithin anerkannter Heil- und Vitalpilz und wird dort sogar als „König der Heilzpilze“ bezeichnet.
Geschichte und Pilzkunde
Was ist Shiitake?
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Erfahren Sie hier in diesem Video mehr über den Vitalpilz Shiitake und seine positiven Eigenschaften auf Ihre Gesundheit.
Entdeckung und Kultivierung
Wo wachsen Shiitake Pilze?
Doch auch in anderen Teilen der Welt hat der anpassungsfähige Heilpilz inzwischen vereinzelt Fuß gefasst. Biologen gehen davon aus, dass er an einigen Stellen aus Zuchtanlagen entkommen und sich so neue Habitate erobern konnte. In Europa und Nordamerika fühlt er sich zum Beispiel auf dem Holz der Eiche besonders wohl. Doch auch den Stämmen von Buchen, Ahornbäumen, Kastanien und Walnussbäumen gedeiht er prächtig. Kleine Namenskunde
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Aussehen
ERFAHRUNGSBERICHTE
„Seit 27 Jahren leide ich unter einer Fettstoffwechselstörung. Schon als ich 18 war, bekam ich zu meinen Blutfettwerten zu hören: LDL und Triglyceride zu hoch, HDL zu niedrig. Ich kann kaum noch sagen, wie viele Medikamente ich seitdem zur Regulierung des Cholesterinspiegels eingenommen habe. Weil ich unter den Nebenwirkungen litt, musste ich immer wieder zu einem anderen Präparat wechseln. Zufällig erfuhr ich von einem Bekannten mit ähnlichen Problemen vom Shiitake-Pilz. Nach zweimonatiger Einnahme der Shiitake-Kapseln haben sich meine Blutfettwerte deutlich verbessert.“
Inhaltsstoffe
Mikro- und Makronährstoffe
- Kalium
- Zink
- Eisen

- Phosphor
- reichlich Magnesium
- Kupfer
- Kalzium
- B-Vitamine: 1, 2, 3, 5 und 6
- Provitamin D
Inhaltsstoffe mit gesundheitsförderlicher Wirkung
Shiitake: Anwendungsgebiete und Wirkungen
Inhaltsstoffe mit gesundheitsförderlicher Wirkung
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist der Shiitake als Tonikum bekannt. Er stärkt den Körper und hilft bei der Wiederherstellung verloren gegangener Kräfte. Es heißt, dass er die Lebensenergie Qi reguliert sowie Yin und Yang ins Gleichgewicht bringt. Seine althergebrachten Einsatzbereiche betreffen vorrangig Leberleiden, Gefäßverengungen (Arteriosklerose), Immunschwächen, Augenleiden, Gicht und akute Infekte.
Die Shiitake Wirkung ist sowohl präventiv als auch therapeutisch gut zu nutzen. Im nun folgenden Abschnitt werden wir auf die wichtigsten Gesundheitsprobleme eingehen, bei denen der Shiitake Linderung verschaffen kann. Es ist sicherlich keine erschöpfende Liste. Viele Wirkungsbereiche werden derzeit noch erforscht. So gibt es zum Beispiel erste Hinweise darauf, dass der Shiitake Pilz die Mundgesundheit fördert und Karies bekämpft. Inhaltsstoffe mit gesundheitsförderlicher Wirkung
Durchblutungsstörungen, Arteriosklerose und Bluthochdruck
baut der Körper Plaques und oxidiertes Cholesterin, das sich sind in den Gefäßen abgelagert hat, wieder ab. Die Abfallstoffe werden schließlich zur Leber geleitet und ausgeschieden. Damit sinkt unmittelbar das Risiko für Gefäßverengungen. Die Folgen sind ein konstanter Blutdruck sowie eine geringere Wahrscheinlichkeit für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Der Shiitake Heilpilz hat eine Wirkung, die Experten als antiinflammatorisch beschreiben. Oft sind es viele kleine Entzündungen an den Gefäßwänden, die zur Ablagerung von Schaumzellen und schließlich zum Verschluss führen. Da der Shiitake mit seiner Wirkung bereits den Entzündungen vorbeugt, verringert er das Risiko von Gefäßverengungen. Hand in Hand gehen hiermit die antioxidativen Effekte des Shiitakes. Insbesondere der Aminosäure Ergothionein wird nachgesagt, dass sie nicht nur das Nervensystem vor oxidativem Stress schützt, sondern auch der Oxidation von Blutfetten vorbeugt. Damit sinkt das Risiko für Arteriosklerose noch einmal zusätzlich.
Doch das ist immer noch nicht alles. Das Eritadenin aus dem Heilpilz kann sogar verhindern, dass Thrombozyten verkleben. Damit sinkt das Risiko für Durchblutungsstörungen und Thrombosen. Darüber hinaus haben heilkundige Personen mit dem Shiitake Erfahrungen gemacht, die auf einen lindernden Effekt bei Kopfschmerzen, Migräne und Tinnitus hindeuten. Den Grund hierfür sehen sie in der Regulierung der Gefäßspannung durch den Shiitake Pilz und seiner günstigen Wirkung auf die Leber. Evtl. ist daran auch der Inhaltsstoff Tyrosinase beteiligt, der allgemein senkend auf den Blutdruck wirkt, wobei Shiitake traditionell auch bei zu niedrigem Blutdruck eingesetzt wurde. Immunsystem
Das Lentinan fördert die Bildung von sIgA, Killerzellen, T-Helferzellen, Fresszellen (Makrophagen) und weiteren Abwehrzellen. Es vermehrt außerdem die Anzahl der Leukozyten im Blut. So hilft der Shiitake Pilz dem Immunsystem bei der Bekämpfung verschiedener viraler Erkrankungen wie beispielsweise Grippe, Masern, Herpes und HIV. Bei AIDS-Patienten belegen Studien zudem einen allgemein immunstärkenden Effekt. Die Einnahme von Shiitake-Kapseln hemmt zudem die Ausbreitung von Parasiten, Bakterien und Pilzen wie Candida Albicans. Jüngste Studien weisen darauf hin, dass das Lentinan sogar bei Covid 19-Patienten den Krankheitsverlauf abmildern könnte. Es verhindert wohl Zytokin-Stürme, die akute Lungenprobleme bis hin zum Tod mit sich bringen.
Neben dem Lentinan unterstützen weitere Polysaccharide und Ergosterol das Immunsystem ganz erheblich. Darüber hinaus sagen Experten dem Shiitake eine Wirkung nach, die die Ausbreitung von Krankheitserregern reguliert. Darum siedeln sich unter der Einnahme von Shiitake auch weniger schädliche Bakterien im Darm an. Bereits vorhandene Erreger breiten sich deutlich langsamer aus. Zudem fördert der Shiitake Pilz die Ausschüttung körpereigener Botenstoffe, die gegen Viren wie auch Tumorzellen vorgehen.
In einer anerkannten wissenschaftlichen Untersuchung beobachteten Forscher über mehrere Wochen hinweg, wie der Körper auf die Einnahme von fünf bzw. zehn Gramm Shiitake täglich (entspricht etwa 1-2 Gramm Pilzpulver) reagiert. Sie konnten sowohl eine gesteigerte Produktion als auch Aktivität von Zellen des Immunsystems sowie eine vermehrte Synthese bestimmter Immunglobuline (slgA) beobachten. Hinzu kamen geringere Entzündungswerte (CRP) und eine Veränderung der Zytokin-Muster. Diese beiden letzten Befunde sprechen dafür, dass die entzündlichen Prozesse im Körper abgenommen haben müssen. Krebs
Diese Antioxidantien und Enzyme sind wichtig für den Organismus, um zu entgiften, Schäden an der Zell-DNA zu verhindern und Entzündungen vorzubeugen. Studien zeigten, dass die Einnahme von Shiitake-Kapseln die Wirkung von Strahlen- und Antikörpertherapie unterstützt. Außerdem sinkt unter der Einnahme von Shiitake das Risiko, Metastasen auszubilden. Auf einen Inhaltsstoff möchten wir in diesem Zusammenhang etwas genauer eingehen: das Lentinan.
Grundsätzlich ist ein starkes Immunsystem ein guter Schutz gegen Krebszellen. Daher ist das Lentinan mit seiner immunfördernden Wirkung in Japan schon länger als Krebsmedikament in Injektionsform zugelassen. Inzwischen ist es sogar das am acht häufigsten eingesetzte Krebsmittel. Das Lentinan stimuliert die Immunzellen und sorgt dafür, dass sie die Krebszellen leichter orten und zerstören können.
Neben seiner Funktion als Stütze des Immunsystems hat das Lentinan sowohl eine präventive als auch eine unmittelbar hemmende Wirkung auf das Tumorwachstum: Während bösartige Zellen die Synthese von TH1-Zytokinen blockieren, aktiviert Lentinan die TH1-Zellen und die Makrophagen. Dadurch wird IL-2 ausgeschüttet, was den Tumor in seinem Wachstum hemmt. Dieser Mechanismus ist besonders für die Krebspatienten interessant, die noch auf eine schulmedizinische Behandlung warten. Doch auch während der Therapie ist er eine gute Unterstützung.
Eine wissenschaftliche Studie kam zu dem Ergebnis, dass Mäuse unter der Gabe von Lentinan seltener an Krebs erkranken als andere Mäuse, die kein Lentinan bekommen. Eine andere Studie befasste sich mit Personen, die wegen ihres Magenkrebses eine Chemotherapie erhielten. Zwar war der Krebs in diesem Stadium nicht mehr heilbar, doch durch die Gabe von Lentinan konnte die Lebensdauer deutlich erhöht werden. Ähnliche Befunde gibt es inzwischen auch für Brust-, Prostata- und Darmkrebs.
Das sind interessante Erkenntnisse, doch viel spannender ist die Frage: schafft das nur Lentinan oder auch Shiitake-Pulver? Die Antwort lautet ja. Man hat in einem Experiment Mäusen pulverisierten Shiitake-Pilz gefüttert und diesen Mäusen und einer Kontrollgruppe ein Carcinogen verabreicht. 100% der Mäuse ohne Shiitakepulver entwickelten Blasenkrebs – in der Shiitakepulver-Gruppe nur die Hälfte. Durch das Shiitakepulver erhöhte sich zum Beispiel die Aktivität der Makrophagen und der Killerzellen. Die Erforschung des Lentinans und all der weiteren Inhaltsstoffe ist hochinteressant, um die zahlreichen Wirkmechanismen des Shiitakes erklären zu können. Arthritis, Gicht und Rheuma
Personen mit derartigen Gelenkserkrankungen haben mit dem Shiitake Erfahrungen gemacht, die für eine therapeutische Wirkweise sprechen. So berichten sie unter der Einnahme des Heilpilzes von einer verbesserten Beweglichkeit sowie nachlassenden Schmerzen. Insgesamt ist bei Personen, die Shiitake-Kapseln zu sich nehmen, eine Stärkung aller Gelenke zu beobachten. Hier kann Shiitake eine pflanzliche und damit basische und entzündungshemmende Kost gut ergänzen.
Einer der Gründe hierfür liegt in der Senkung des Harnsäurespiegels. Verhältnismäßig hohe Harnsäurewerte können zur Bildung von Harnsäurekristallen führen. Diese führen zu Entzündungen in den Gelenken. Dies ist beispielsweise die klassische Problematik bei Gicht. Da der Shiitake bei regelmäßiger Einnahme senkend auf den Harnsäurespiegel wirkt, verringert sich das Risiko von Gelenksschmerzen. Leber
In der TCM ist der Shiitake Pilz als Beschützer der Leber bekannt. Seine Inhaltsstoffe nehmen auf vielfältige Weise positiven Einfluss auf das zentrale Entgiftungsorgan unseres Körpers. Generell ist bei der Anwendung von Shiitake-Kapseln eine Verbesserung der Leberfunktion zu beobachten. Diese ist auf verschiedene entlastende Faktoren zurückzuführen:
- Der Shiitake beschleunigt den Abbau des Cholesterins in der Leber.
- Das Eritadenin aus dem Shiitake nimmt Einfluss auf den Phospholipidstoffwechsel in der Leber. In der Folge verringern sich die Blutfettwerte, allen voran das Serumcholesterin.
- In dem Vitalpilz entsteht bei der Trocknung außerdem das sogenannte Thioprolin. Es bindet einen Stoff, der die Leber sehr belasten kann, nämlich das Nitrit.
Doch unterstützt der Shiitake nicht nur die normale Funktionsweise der Leber. Er baut durch seine Polyphenole zudem eine Art Schutzschild um die Leberzellen auf. Dadurch sind diese widerstandsfähiger und weniger anfällig für Krankheiten. Studien konnten außerdem eine therapeutische Wirkung bei einer bereits bestehenden Lebererkrankung feststellen. So steigert der Shiitake die Produktion von Antikörpern bei Hepatitis B. Liegt eine toxische Hepatitis vor, verschafft der regulierende Einfluss des Lentinans auf den SGPT- und GPT-Spiegel Linderung.
Shiitake kaufen und einnehmen
Wo bekomme ich Shiitake-Pilze?
Bei der Beantwortung dieser Frage kommt es ganz darauf an, ob Sie auf der Suche nach frischem Shiitake zum Kochen sind oder sich nach hochwertigen Shiitake-Kapseln für die tägliche Einnahme umsehen.
Den frischen Shiitake erhalten Sie inzwischen problemlos in der Gemüseabteilung der meisten größeren Supermärkte.
Auch der Gemüsehändler auf dem Wochenmarkt hat ihn im Angebot. Oft finden Sie neben den frischen Pilzen auch getrocknete Exemplare. Diese sind besser haltbar und Sie müssen sie vor der Zubereitung in Wasser einlegen. Grundsätzlich ist bei der Verwendung in der Küche anzumerken, dass durch das Erhitzen einige wertvolle Inhaltsstoffe kaputtgehen. So kann der Shiitake Ihren Speiseplan aufgrund seines würzigen Geschmacks bereichern, entfaltet aber nicht seine vollen gesundheitsstärkenden Kräfte wie ein schonend hergestelltes Präparat.
Achten Sie beim Kauf frischer Pilze wie dem Shiitake darauf, dass sie saftig und prall aussehen. Flecken, Risse oder einige Schuppen auf dem Hut sind beim Shiitake jedoch völlig in Ordnung. Sie weisen nicht auf eine verminderte Qualität hin. Locker in Papier gewickelt hält sich der Speise- und Vitalpilz bis zu eine Woche im Kühlschrank. Wenn Sie jedoch auf die hier beschriebenen positiven Effekten auf die Gesundheit aus sind, sollten Sie auf Shiitake-Pulver in Kapseln zurückgreifen. Nur hier finden Sie tatsächlich alle Inhaltsstoffe, die Ihrem Körper auf oben beschriebene Weise guttun.
Worauf muss ich bei Shiitake-Kapseln achten?
Am strengsten sind diesbezüglich die deutschen Bio-Richtlinien. Wir empfehlen daher, den Shiitake bei einem deutschen Züchter zu kaufen, der sich auf eine schonende Herstellung von Pilzpulver versteht. Hierzu gehört auch die Trocknung bei unter 40° Celsius. Höhere Temperaturen überstehen einige der hochwertigen Inhaltsstoffe nämlich nicht.
Ansonsten enthält auch der getrocknete und zu Pulver zermahlene Shiitake Pilz alle Aromen, Nähr- und Wirkstoffe wie der frische Pilz. Die genaue Zusammensetzung der Stoffe hängt stark von den Anbaumethoden ab. Als Nährboden kann beispielsweise ganz klassisch das Hartholz von Laubbäumen verwendet werden. Meist wächst der Shiitake allerdings auf Sägemehl, Reiskleie oder ähnlichen Nährmedien in einem Gewächshaus mit konstanter Luftfeuchtigkeit und Temperatur. Wie nehme ich Shiitake ein?
Bei Pilzpulver gibt es viele Anbieter
Sie finden vertrauenswürdige Anbieter mit kontrolliert biologischem Anbau in Deutschland, aber leider auch weniger zu empfehlende Importeure von Billigware. Lesen Sie, was beim Kauf wichtig ist.
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Wissenschaftliche Studien / Quellen
- Sugiyama K., Akachi T., Yamakawa A.: „Hypocholesterolemic action of eritadenine is mediated by a modification of hepatic phospholipid metabolism in rats.“; The Journal of Nutrition, Vol. 125 (8); 2134-44
- Jianzhe Y., Mao X.: „Icons of Medicinal Fungi from China“; CRC Press; 1989
- Hobbs, C.: “Medicinal Mushrooms”, Botanica Press, 1995
- Prof. Dr. med. Ivo Bianchi: “Moderne Mykotherapie”; Hinckel Druck, 2008
