Shiitake – der “König der Heilpilze”

Viele von uns kennen den Shiitake als Speisepilz aus asiatischen Gerichten oder vom Gemüsehändler um die Ecke. Er schmeckt hervorragend würzig und ist zudem auch überaus gesund. In Ostasien ist er aus diesem Grund bereits seit Jahrhunderten ein weithin anerkannter Heil- und Vitalpilz und wird dort sogar als “König der Heilzpilze” bezeichnet.

Er wird zur Linderung verschiedenster Leiden wie zum Beispiel Durchblutungsstörungen, erhöhte Blutfette, Bluthochdruck und sogar Krebs eingesetzt. Erfahren Sie hier, welch heilsame Stoffe im Shiitake stecken und welche Erfolge die Alternativ- und Komplementärmedizin mit seinem Einsatz erzielt.

Geschichte und Pilzkunde

Was ist Shiitake?

Der Pilz Shiitake ist einer der ersten Vitalpilze, der seinen Weg in die westliche Welt gefunden hat. Zwar hat er sich bei uns vorrangig als Speisepilz einen Namen gemacht, findet aber auch in der Alternativmedizin als wirkungsvolles Tonikum seine Verwendung. Außerdem interessiert sich die medizinische Forschung für seine antibakterielle, antivirale und krebshemmende Wirkung. In Pubmed, einer Datenbank für wissenschaftliche Artikel, ist deutlich zu sehen, dass in den letzten Jahren immer mehr Studien zu einzelnen Inhaltsstoffen des Shiitakes, aber auch zur Verwendung des gesamten Pilzes bei bestimmten Krankheitsbildern durchgeführt werden.

In der ganzen Welt steht der Shiitake in vielen Küchen als beliebte Zutat für das tägliche Kochen bereit. Die Menschen schätzen ihn wegen seines würzigen Aromas, das vor allem durch die Geschmacksrichtung Umami geprägt ist. Der Ursprung dieser speziellen Note ist das natürliche Glutamat in dem Vitalpilz. Deswegen ist der Shiitake auch fester Bestandteil der allseits bekannten und beliebten Miso-Suppe, die für die Japaner so etwas wie das tägliche Brot darstellt oder ein gesunder Fleischersatz.

Entdeckung und Kultivierung

Wann genau der Shiitake seinen Weg zum Menschen fand, ist unklar. Experten sind sich jedoch sicher, dass dieser wunderbare Heilpilz bereits vor rund 2000 Jahren im Osten Asiens verwendet wurde. Schon damals war bekannt, dass er die Gesundheit wiederherstellen sowie langfristig erhalten kann. Erste Aufzeichnungen zum Shiitake Heilpilz, seiner Wirkung und seiner Dosierung finden sich in Schriften aus der Zeit der Ming-Dynastie, die im 14. Jahrhundert begann.

In China kursiert allerdings eine Legende, die sich auf die Entdeckung des Shiitakes um 1100 n. Chr. bezieht. In dieser Geschichte entdeckt Wu Sang Kang den Shiitake Pilz auf einer seiner Erkundungstouren durch die Wälder im Südwesten Chinas. Aus irgendeinem Grund zerstückelt er den toten Baumstamm, auf dem der Shiitake wächst. Auf seinem nächsten Streifzug stellt er fest, dass der Pilze auf dem zerschlagenen Holz viel schneller gewachsen war und viel mehr Fruchtkörper ausgebildet hatte als benachbarte Pilze auf intakten Baumstämmen. Somit hat er bereits damals eine effektive Methode zur Kultivierung des Shiitakes entdeckt.

In Deutschland wurden Pilze der Shiitake-Art erstmals im Jahre 1909 angebaut. Doch sollte es noch weitere sechzig Jahre dauern, ehe er als Speisepilz Bekanntheit erlange. Heute ist er nach dem Champignon der am häufigsten kultivierte Pilz auf der Erde. Von seiner gesundheitsförderlichen Wirkung wissen jedoch noch viel zu wenige Menschen. Nur in ostasiatischen Ländern ist er als altbewährtes Heilmittel weithin etabliert. Aus medizinischen Behandlungen, wie beispielsweise der Krebstherapie, sind Shiitake-Kapseln dort nicht mehr wegzudenken. In anderen Gegenden der Welt erlangen seine vielen positiven Eigenschaften erst jetzt langsam Bekanntheit.

Wo wachsen Shiitake Pilze?

Seine Heimat hat der Shiitake in den Laubwäldern Japans, Chinas und Koreas. Dort wächst er vorrangig auf dem toten Hartholz von Laubbäumen. Sein Favorit ist dabei die sogenannte “Scheinkastanie”. Shiitake wächst auf Baumstamm Doch auch in anderen Teilen der Welt hat der anpassungsfähige Heilpilz inzwischen vereinzelt Fuß gefasst. Biologen gehen davon aus, dass er an einigen Stellen aus Zuchtanlagen entkommen und sich so neue Habitate erobern konnte. In Europa und Nordamerika fühlt er sich zum Beispiel auf dem Holz der Eiche besonders wohl. Doch auch den Stämmen von Buchen, Ahornbäumen, Kastanien und Walnussbäumen gedeiht er prächtig.

Kleine Namenskunde

Mit lateinischem Namen heißt der Shiitake Pilz “Lentinula edodes”. Vor allem im asiatischen Raum nennen ihn die Menschen auch “König der Heilpilze”. Woran das liegt und welche wunderbaren Kräfte der Shiitake in unserem Körper entfaltet, erfahren Sie im zweiten Abschnitt dieses Artikels.

Der Ursprung des Namens Shiitake liegt im Japanischen. “Shii” bezieht sich dabei auf den Shii-Baum, die oben bereits erwähnte Scheinkastanie. Sie trägt gemeinhin auch den Namen Pasania-Baum. “Take” bedeutet nichts anderes als “Pilz”. Zusammengefasst können wir Shiitake also mit “Pilz, der auf dem Pasania-Baum wächst” übersetzen. Die Chinesen kennen ihn außerdem unter der Bezeichnung “Shiang Gu”. Zu Deutsch heißt das in etwa “duftender Pilz”.

Aussehen

Der Shiitake ist an seinem hell- bis dunkelbraunen, teilweise ins Rote tendierenden Hut zu erkennen. Besonders markant sind die vielen zarten weißen Flocken, die den Hut übersäen. Beim jungen Shiitake ist der Hutrand leicht nach innen gerollt. Der Stiel setzt meist mittig, manchmal auch etwas seitlich am Hut an. Er ist weiß bis hellbraun gefärbt und kann kerzengerade oder leicht gebogen wachsen. Die Lamellen sind beim Shiitake glatt bis rau. Im Laufe des Alterns verfärben sie sich von Weiß über Gelb bis hin zu Rotbraun.

Inhaltsstoffe

Mikro- und Makronährstoffe

Wie alle Speise- und Vitalpilze ist auch der Shiitake reich an wertvollen Inhaltsstoffen, die unseren Körper nähren und gesund halten. Schon ein Blick auf die Makronährstoffe zeigt, dass es sich beim Shiitake um ein äußerst gesundes Lebensmittel handelt. So enthält er weniger als 2 % Fett, nur um die 12 % Kohlenhydrate, aber bis zu 13 % Eiweiß und rund 5 % Ballaststoffe. Die genaue Zusammensetzung hängt stark von den genauen Zuchtbedingungen an. Zum Eiweißgehalt ist noch wichtig zu wissen, dass im Shiitake Pilz alle essenziellen Aminosäuren vorkommen. Ihre Zusammensetzung ähnelt sehr stark der in Milch oder Fleisch. Darüber hinaus ist das Protein aus dem Vitalpilz sehr gut verdaulich. Gerade für Vegetarier und Veganer stellt er daher eine wertvolle Proteinquelle dar.

Was die Mineralien und Vitamine anbelangt, bringt der Shiitake ein reiches Sortiment auf den Tisch. Er enthält unter anderem …
– Kalium
– Zink
– Eisen
– Phosphor
– reichlich Magnesium
– Kupfer
– Kalzium
– B-Vitamine: 1, 2, 3, 5 und 6
– Provitamin D

Kupfer ist vor allem für Blut, Bindegewebe und Nerven wichtig. Etwa 100 g gekochte Shiitake decken bereits den durchschnittlichen Tagesbedarf eines Erwachsenen. Beim Kalzium wie auch beim Provitamin D hängt die enthaltene Menge im Shiitake stark von der Sonneneinstrahlung ab. Dabei kann sich der Gehalt auch nach der Ernte noch erhöhen, wenn der Pilz beispielsweise in der Sonne getrocknet wird. Die vielen B-Vitamine verleihen uns mehr Frische und Vitalität. Vitamin B5, auch Pantothensäure genannt, ist an verschiedenen Stoffwechselprozessen und der Regeneration von Nerven beteiligt. Hingegen ist das Vitamin B6 wichtig für die Verwertung von Eiweiß. Der Shiitake enthält im Schnitt mehr Vitamin B6 als die meisten Fleischsorten, wodurch sich seine Attraktivität für Vegetarier noch einmal erhöht.

Inhaltsstoffe mit gesundheitsförderlicher Wirkung

Die Shiitake Wirkung auf den menschlichen Organismus geht von verschiedenen Inhaltsstoffen aus. Mit der wichtigste ist das Polysaccharid Lentinan. Dieser Stoff beweist sich in verschiedenen medizinischen Studien immer wieder als ein interessantes Mittel gegen Krebs. Die Schwefelverbindung Lenthionin, Lentin, Lentysin, Lentinamycin A und B haben antibiotische und fungizide Eigenschaften. Außerdem hat der Shiitake Erfahrungen nach einen senkenden Effekt auf die Blutfettwerte. Dafür ist vorrangig das Eritadenin verantwortlich. Hierbei handelt sich um ein Derivat aus der Purinbase Adenin.

Das bereits erwähnte Provitamin D heißt in der Fachsprache auch Ergosterol. Der Nutzen dieses Stoffes kann kaum hoch genug eingeschätzt werden, es ist zum Beispiel die Vorstufe von Vitamin D, hat aber auch cytotoxische und antimikrobielle Eigenschaften, z.B. gegen candida albicans. Bzgl Vitamin D – viele Menschen in Europa haben vor allem in den Wintermonaten, aber immer häufiger sogar in den Sommermonaten einen Vitamin-D-Mangel. Darunter leidet das Immunsystem und die Betroffenen sind anfälliger für akute wie auch chronische Erkrankungen. Daher sollte man regelmäßig den Spiegel überprüfen lassen!

Shiitake: Anwendungsgebiete und Wirkungen

Welche Wirkung hat Shiitake?

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)  ist der Shiitake als Tonikum bekannt. Er stärkt den Körper und hilft bei der Wiederherstellung verloren gegangener Kräfte. Es heißt, dass er die Lebensenergie Qi reguliert sowie Yin und Yang ins Gleichgewicht bringt. Seine althergebrachten Einsatzbereiche betreffen vorrangig Leberleiden, Gefäßverengungen (Arteriosklerose), Immunschwächen, Augenleiden, Gicht und akute Infekte.

Die Shiitake Wirkung ist sowohl präventiv als auch therapeutisch gut zu nutzen. Im nun folgenden Abschnitt werden wir auf die wichtigsten Gesundheitsprobleme eingehen, bei denen der Shiitake Linderung verschaffen kann. Es ist sicherlich keine erschöpfende Liste. Viele Wirkungsbereiche werden derzeit noch erforscht. So gibt es zum Beispiel erste Hinweise darauf, dass der Shiitake Pilz die Mundgesundheit fördert und Karies bekämpft.

Wie wirkt Shiitake auf die Blutfettwerte?

Zu hohe Blutfettwerte sind ein zentrales Thema unserer Gesellschaft. Sie kommen immer häufiger vor und sind ein Vorzeichen von Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und andere Volksleiden. Im Gegensatz zu vielen anderen Cholesterinmitteln betrifft die Wirkung des Shiitakes nicht die Biosynthese des Cholesterins. Er setzt vielmehr an den Ursachen wie oxidativem Stress oder Entzündungen an und sorgt für einen beschleunigten Abbau wie auch Abtransport von Cholesterin aus dem Körper. Die beobachteten Effekte zeigen, dass unter der Einnahme von Shiitake Kapseln das Gesamtcholesterin wie auch das LDL-Cholesterin im Blut sinken. Zugleich steigt allerdings der HDL-Spiegel leicht an. Damit potenziert sich der lipid-regulierende Effekt des Shiitake-Pilzes noch einmal. Das HDL fördert nämlich die Entfernung von Cholesterin aus dem Gewebe und den Makrophagen. Gleichzeitig bringt es bestimmte Enzyme mit sich, die bereits oxidierte Lipide abbauen können.

In Eritadenin sehen Wissenschaftler eine weitere entscheidende Substanz hinter all diesen Prozessen. Es bestimmt ganz zentral die positive Shiitake Heilpilz Wirkung auf den menschlichen Fettstoffwechsel. So greift das Eritadenin in den Phospholipidstoffwechsel der Leber ein. In der Folge regulieren sich die Blutfettwerte, allen voran das Serumcholesterin, nach unten. Darüber hinaus beschleunigt Eritadenin die Ausscheidung von Cholesterin. Es stimuliert dessen Abtransport aus den Gefäßen sowie den Abbau in der Leber. Zusätzlich hemmt Eritadenin die Bildung des gefäßschädigenden Homocysteins und hat eine leicht ACE-hemmende und damit blutdrucksenkende Wirkung.

Einige Betroffene haben mit dem Shiitake Erfahrungen gemacht, die auf eine Unterstützung der Darmflora hindeuten. Zudem hat sich in Untersuchungen gezeigt, dass das Verhältnis der verschiedenen Bakterien im Darm nach dem regelmäßigen Verzehr von Shiitake deutlich günstiger ausfällt als vorher. In einer Studie an Ratten ging diese gesündere Darmflora mit einem Anstieg des HDL- und einer Verringerung des LDL- und Gesamtcholesterins im Blut einher. Der Darm ist nämlich als zentrales Verdauungsorgan mit verantwortlich dafür, welche Substanzen wir aufnehmen und welche wir wieder ausscheiden. Erwachsene Probanden, die regelmäßig kleine Mengen Shiitake aßen hatten innerhalb weniger Wochen verbesserte Immun- und Entzündungswerte.

Durchblutungsstörungen, Arteriosklerose und Bluthochdruck

Die Shiitake Wirkung auf die Blutfettwerte hängt unmittelbar mit seinem lindernden Effekt auf Durchblutungsstörungen und Arteriosklerose zusammen. Wenn der HDL-Spiegel im Blut  in einem günstigen Verhältnis zum LDL steht, baut der Körper Plaques und oxidiertes Cholesterin, das sich sind in den Gefäßen abgelagert hat, wieder ab. Die Abfallstoffe werden schließlich zur Leber geleitet und ausgeschieden. Damit sinkt unmittelbar das Risiko für Gefäßverengungen. Die Folgen sind ein konstanter Blutdruck sowie eine geringere Wahrscheinlichkeit für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Der Shiitake Heilpilz hat eine Wirkung, die Experten als antiinflammatorisch beschreiben. Oft sind es viele kleine Entzündungen an den Gefäßwänden, die zur Ablagerung von Schaumzellen und schließlich zum Verschluss führen. Da der Shiitake mit seiner Wirkung bereits den Entzündungen vorbeugt, verringert er das Risiko von Gefäßverengungen. Hand in Hand gehen hiermit die antioxidativen Effekte des Shiitakes. Insbesondere der Aminosäure Ergothionein wird nachgesagt, dass sie nicht nur das Nervensystem vor oxidativem Stress schützt, sondern auch der Oxidation von Blutfetten vorbeugt. Damit sinkt das Risiko für Arteriosklerose noch einmal zusätzlich.

Doch das ist immer noch nicht alles. Das Eritadenin aus dem Heilpilz kann sogar verhindern, dass Thrombozyten verkleben. Damit sinkt das Risiko für Durchblutungsstörungen und Thrombosen. Darüber hinaus haben heilkundige Personen mit dem Shiitake Erfahrungen gemacht, die auf einen lindernden Effekt bei Kopfschmerzen, Migräne und Tinnitus hindeuten. Den Grund hierfür sehen sie in der Regulierung der Gefäßspannung durch den Shiitake Pilz und seiner günstigen Wirkung auf die Leber. Evtl. ist daran auch der Inhaltsstoff Tyrosinase beteiligt, der allgemein senkend auf den Blutdruck wirkt, wobei Shiitake traditionell auch bei zu niedrigem Blutdruck eingesetzt wurde.

Immunsystem

Der Shiitake als Heilpilz hat eine Wirkung auf das Immunsystem, die sehr wertvoll für uns Menschen ist. Insbesondere das im Shiitake enthaltene Lentinan, weitere Polysaccharide, aber auch das Lenthionin aktivieren diverse Immunmechanismen und unterstützen so die körpereigene Abwehr.  Das Lentinan fördert die Bildung von sIgA, Killerzellen, T-Helferzellen, Fresszellen (Makrophagen) und weiteren Abwehrzellen. Es vermehrt außerdem die Anzahl der Leukozyten im Blut. So hilft der Shiitake Pilz dem Immunsystem bei der Bekämpfung verschiedener viraler Erkrankungen wie beispielsweise Grippe, Masern, Herpes und HIV. Bei AIDS-Patienten belegen Studien zudem einen allgemein immunstärkenden Effekt. Die Einnahme von Shiitake-Kapseln hemmt zudem die Ausbreitung von Parasiten, Bakterien und Pilzen wie Candida Albicans. Jüngste Studien weisen darauf hin, dass das Lentinan sogar bei Covid 19-Patienten den Krankheitsverlauf abmildern könnte. Es verhindert wohl Zytokin-Stürme, die akute Lungenprobleme bis hin zum Tod mit sich bringen.

Neben dem Lentinan unterstützen weitere Polysaccharide und Ergosterol das Immunsystem ganz erheblich. Darüber hinaus sagen Experten dem Shiitake eine Wirkung nach, die die Ausbreitung von Krankheitserregern reguliert. Darum siedeln sich unter der Einnahme von Shiitake auch weniger schädliche Bakterien im Darm an. Bereits vorhandene Erreger breiten sich deutlich langsamer aus. Zudem fördert der Shiitake Pilz die Ausschüttung körpereigener Botenstoffe, die gegen Viren wie auch Tumorzellen vorgehen.

In einer anerkannten wissenschaftlichen Untersuchung beobachteten Forscher über mehrere Wochen hinweg, wie der Körper auf die Einnahme von fünf bzw. zehn Gramm Shiitake täglich (entspricht etwa 1-2 Gramm Pilzpulver) reagiert. Sie konnten sowohl eine gesteigerte Produktion als auch Aktivität von Zellen des Immunsystems sowie eine vermehrte Synthese bestimmter Immunglobuline (slgA) beobachten. Hinzu kamen geringere Entzündungswerte (CRP) und eine Veränderung der Zytokin-Muster. Diese beiden letzten Befunde sprechen dafür, dass die entzündlichen Prozesse im Körper abgenommen haben müssen.

Krebs

Grundsätzlich sind Pilze wie der Shiitake wertvolle Stützen bei onkologischen Behandlungen. Alle Vitalpilze sind reich an Beta-Glukanen (Polysaccharide), Tocopherole, Phenole u.a. die im Körper antioxidativ wirken. Zudem werden die körpereigenen Enzyme Superoxiddismutase, Katalase und Glutathion-Peroxidase aktiviert.  Diese Antioxidantien und Enzyme sind wichtig für den Organismus, um zu entgiften, Schäden an der Zell-DNA zu verhindern und Entzündungen vorzubeugen. Studien zeigten, dass die Einnahme von Shiitake-Kapseln die Wirkung von Strahlen- und Antikörpertherapie unterstützt. Außerdem sinkt unter der Einnahme von Shiitake das Risiko, Metastasen auszubilden. Auf einen Inhaltsstoff möchten wir in diesem Zusammenhang etwas genauer eingehen: das Lentinan

Grundsätzlich ist ein starkes Immunsystem ein guter Schutz gegen Krebszellen. Daher ist das Lentinan mit seiner immunfördernden Wirkung in Japan schon länger als Krebsmedikament in Injektionsform zugelassen. Inzwischen ist es sogar das am acht häufigsten eingesetzte Krebsmittel. Das Lentinan stimuliert die Immunzellen und sorgt dafür, dass sie die Krebszellen leichter orten und zerstören können.

Neben seiner Funktion als Stütze des Immunsystems hat das Lentinan sowohl eine präventive als auch eine unmittelbar hemmende Wirkung auf das Tumorwachstum: Während bösartige Zellen die Synthese von TH1-Zytokinen blockieren, aktiviert Lentinan die TH1-Zellen und die Makrophagen. Dadurch wird IL-2 ausgeschüttet, was den Tumor in seinem Wachstum hemmt. Dieser Mechanismus ist besonders für die Krebspatienten interessant, die noch auf eine schulmedizinische Behandlung warten. Doch auch während der Therapie ist er eine gute Unterstützung.

Eine wissenschaftliche Studie kam zu dem Ergebnis, dass Mäuse unter der Gabe von Lentinan seltener an Krebs erkranken als andere Mäuse, die kein Lentinan bekommen. Eine andere Studie befasste sich mit Personen, die wegen ihres Magenkrebses eine Chemotherapie erhielten. Zwar war der Krebs in diesem Stadium nicht mehr heilbar, doch durch die Gabe von Lentinan konnte die Lebensdauer deutlich erhöht werden. Ähnliche Befunde gibt es inzwischen auch für Brust-, Prostata- und Darmkrebs.

Das sind interessante Erkenntnisse, doch viel spannender ist die Frage: schafft das nur Lentinan oder auch Shiitake-Pulver? Die Antwort lautet ja. Man hat in einem Experiment Mäusen pulverisierten Shiitake-Pilz gefüttert und diesen Mäusen und einer Kontrollgruppe ein Carcinogen verabreicht. 100% der Mäuse ohne Shiitakepulver entwickelten Blasenkrebs – in der Shiitakepulver-Gruppe nur die Hälfte. Durch das Shiitakepulver erhöhte sich zum Beispiel die Aktivität der Makrophagen und der Killerzellen. Die Erforschung des Lentinans und all der weiteren Inhaltsstoffe ist hochinteressant, um die zahlreichen Wirkmechanismen des Shiitakes erklären zu können.

Arthritis, Gicht und Rheuma

Erkrankungen des Bewegungsapparats wie Gicht und Rheuma stehen in einem engen Zusammenhang mit Veränderungen bzw. Störungen des Stoffwechsels. Arthritis wiederum ist eine Autoimmunerkrankung, bei der sich das Immunsystem gegen Teile des Gelenks wendet und so Entzündungen, Schwellungen und eine eingeschränkte Beweglichkeit provoziert.

 Personen mit derartigen Gelenkserkrankungen haben mit dem Shiitake Erfahrungen gemacht, die für eine therapeutische Wirkweise sprechen. So berichten sie unter der Einnahme des Heilpilzes von einer verbesserten Beweglichkeit sowie nachlassenden Schmerzen. Insgesamt ist bei Personen, die Shiitake-Kapseln zu sich nehmen, eine Stärkung aller Gelenke zu beobachten. Hier kann Shiitake eine pflanzliche und damit basische und entzündungshemmende Kost gut ergänzen.

Einer der Gründe hierfür liegt in der Senkung des Harnsäurespiegels. Verhältnismäßig hohe Harnsäurewerte können zur Bildung von Harnsäurekristallen führen. Diese führen zu Entzündungen in den Gelenken. Dies ist beispielsweise die klassische Problematik bei Gicht. Da der Shiitake bei regelmäßiger Einnahme senkend auf den Harnsäurespiegel wirkt, verringert sich das Risiko von Gelenksschmerzen.

Leber

In der TCM ist der Shiitake Pilz als Beschützer der Leber bekannt. Seine Inhaltsstoffe nehmen auf vielfältige Weise positiven Einfluss auf das zentrale Entgiftungsorgan unseres Körpers. Generell ist bei der Anwendung von Shiitake-Kapseln eine Verbesserung der Leberfunktion zu beobachten. Diese ist auf verschiedene entlastende Faktoren zurückzuführen:
I) Der Shiitake beschleunigt den Abbau des Cholesterins in der Leber.
II) Das Eritadenin aus dem Shiitake nimmt Einfluss auf den Phospholipidstoffwechsel in der Leber. In der Folge verringern sich die Blutfettwerte, allen voran das Serumcholesterin.
III) In dem Vitalpilz entsteht bei der Trocknung außerdem das sogenannte Thioprolin. Es bindet einen Stoff, der die Leber sehr belasten kann, nämlich das Nitrit.

Doch unterstützt der Shiitake nicht nur die normale Funktionsweise der Leber.  Er baut durch seine Polyphenole zudem eine Art Schutzschild um die Leberzellen auf. Dadurch sind diese widerstandsfähiger und weniger anfällig für Krankheiten. Studien konnten außerdem eine therapeutische Wirkung bei einer bereits bestehenden Lebererkrankung feststellen. So steigert der Shiitake die Produktion von Antikörpern bei Hepatitis B. Liegt eine toxische Hepatitis vor, verschafft der regulierende Einfluss des Lentinans auf den SGPT- und GPT-Spiegel Linderung. Bei einem akuten oder fulminanten Leberversagen führt die Schulmedizin eine Transplantation durch.

Shiitake kaufen und einnehmen

An dieser Stelle haben wir noch ein paar Informationen für Sie gesammelt, die sich ganz praktisch mit dem Einkauf von hochwertigen Shiitake-Präparaten und deren Einnahme beschäftigen. Wichtig zu wissen ist, dass Sie gesundheitsförderliche Pilze wie den Shiitake sowohl wegen eines akuten Leidens als auch aus Gründen der Prävention zu sich nehmen können.

Wo bekomme ich Shiitake-Pilze?

Bei der Beantwortung dieser Frage kommt es ganz darauf an, ob Sie auf der Suche nach frischem Shiitake zum Kochen sind oder sich nach hochwertigen Shiitake-Kapseln für die tägliche Einnahme umsehen.

Den frischen Shiitake erhalten Sie inzwischen problemlos in der Gemüseabteilung der meisten größeren Supermärkte. Handvoll Shiitake PilzeAuch der Gemüsehändler auf dem Wochenmarkt hat ihn im Angebot. Oft finden Sie neben den frischen Pilzen auch getrocknete Exemplare. Diese sind besser haltbar und Sie müssen sie vor der Zubereitung in Wasser einlegen. Grundsätzlich ist bei der Verwendung in der Küche anzumerken, dass durch das Erhitzen einige wertvolle Inhaltsstoffe kaputtgehen. So kann der Shiitake Ihren Speiseplan aufgrund seines würzigen Geschmacks bereichern, entfaltet aber nicht seine vollen gesundheitsstärkenden Kräfte wie ein schonend hergestelltes Präparat.

Achten Sie beim Kauf frischer Pilze wie dem Shiitake darauf, dass sie saftig und prall aussehen. Flecken, Risse oder einige Schuppen auf dem Hut sind beim Shiitake jedoch völlig in Ordnung. Sie weisen nicht auf eine verminderte Qualität hin. Locker in Papier gewickelt hält sich der Speise- und Vitalpilz bis zu eine Woche im Kühlschrank. Wenn Sie jedoch an den hier beschriebenen positiven Effekten auf die Gesundheit aus sind, sollten Sie auf Shiitake-Pulver in Kapseln zurückgreifen. Nur hier finden Sie tatsächlich alle Inhaltsstoffe, die Ihrem Körper auf oben beschriebene Weise guttun.

Worauf muss ich bei Shiitake-Kapseln achten?

Achten Sie bei der Wahl des Herstellers darauf, dass der Anbau nach biologischen Richtlinien erfolgt. Chemikalien oder gar Gifte haben bei der Zucht von Pilzen keinen Platz. Da Pilze alle umweltschädlichen Substanzen in sich aufnehmen, würden diese am Ende bei Ihnen als Konsument landen. Shiitake PulverAm strengsten sind diesbezüglich die deutschen Bio-Richtlinien. Wir empfehlen daher, den Shiitake bei einem deutschen Züchter zu kaufen, der sich auf eine schonende Herstellung von Pilzpulver versteht. Hierzu gehört auch die Trocknung bei unter 40° Celsius. Höhere Temperaturen überstehen einige der hochwertigen Inhaltsstoffe nämlich nicht.

Ansonsten enthält auch der getrocknete und zu Pulver zermahlene Shiitake Pilz alle Aromen, Nähr- und Wirkstoffe wie der frische Pilz. Die genaue Zusammensetzung der Stoffe hängt stark von den Anbaumethoden ab. Als Nährboden kann beispielsweise ganz klassisch das Hartholz von Laubbäumen verwendet werden. Meist wächst der Shiitake allerdings auf Sägemehl, Reiskleie oder ähnlichen Nährmedien in einem Gewächshaus mit konstanter Luftfeuchtigkeit und Temperatur.

Wie nehme ich Shiitake ein?

Die genaue Dosierung hängt bei Heilpilzen generell stark von dem vorliegenden Problem ab. Auch die individuelle körperliche Konstitution muss berücksichtigt werden. In manchen Fällen kann die Kombination mit anderen Vitalpilzen wie beispielsweise dem Reishi oder dem Cordyceps Sinn machen. Da hier keine pauschalen Aussagen zu treffen sind, wenden Sie sich gerne an unsere kompetenten Berater, die mit Ihnen zusammen eine optimale Dosierung ausarbeiten.

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Wissenschaftliche Studien / Quellen

  • Sugiyama K., Akachi T., Yamakawa A.: „Hypocholesterolemic action of eritadenine is mediated by a modification of hepatic phospholipid metabolism in rats.“; The Journal of Nutrition, Vol. 125 (8); 2134-44
  • Jianzhe Y., Mao X.: „Icons of Medicinal Fungi from China“; CRC Press; 1989
  • Hobbs, C.: “Medicinal Mushrooms”, Botanica Press, 1995
  • Prof. Dr. med. Ivo Bianchi: “Moderne Mykotherapie”; Hinckel Druck, 2008

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