Maitake – mit Vitalpilzen auf natürliche Weise abnehmen 

Hinter dem Namen Maitake verbirgt sich nicht nur ein schmackhafter Speisepilz, sondern auch ein großer Unterstützer der Gesundheit. Der vor allem in Japan beliebte Pilz verfügt über ein recht eigentümliches Erscheinungsbild, von dem sein deutscher Name “Klapperschwamm” herrührt. In der Alternativmedizin wird sein Pulver vor allem bei Problemen mit dem Fettstoffwechsel eingesetzt. Darüber hinaus ist er eine große Hilfe bei Diabetes, Durchfall, Krebsleiden, Osteoporose sowie polyzystischen Ovarien. Lesen Sie in diesem Artikel über die wissenschaftlichen Hintergründe und den Stand der Forschung zur Wirkungsweise des Heilpilzes Maitake.

Was ist der Maitake?

Ein Heilpilz – viele Namen

Der Name “Maitake” stammt aus dem Japanischen. “Mai” bedeutet so viel wie “tanzen” und “Take” ist das japanische Wort für Pilz. Wörtlich übersetzt ist der Maitake also der “Tanzpilz”. Im botanischen Sinne gehört dieser Vitalpilz zu den Porlingen. Genauer gesagt handelt es sich hierbei um einen Laubporling mit dem lateinischen Namen “Grifola frondosa”. Seinen deutschen Namen “Klapperschwamm” erhielt er wohl wegen des schwammähnlichen Aussehens seines Horsts und der Tatsache, dass seine Hüte “klappern”, wenn man ihn schüttelt.

Die Chinesen haben ihrem beliebten Heil- und Speisepilz den klangvollen Titel “Hui Shu Hua” verliehen. Die Übersetzung lautet in etwa “graue Baum-Blume”. Nicht weniger lautmalerisch sind die englischen Bezeichnungen “Hen of the woods” (Huhn des Waldes) und “Sheep’s head” (Schafskopf), die beide auf das eigentümliche Aussehen des Maitakes anspielen.

So wächst der Maitake Pilz

Aus dem dicken Stiel des Maitakes gehen immer dünner Maitake Standortwerdende Verästelungen hervor. An den Enden dieser Äste befinden sich die spatelförmigen, dünnfleischigen Hüte. Diese wachsen eng neben- und übereinander. Der Stiel setzt jeweils seitlich am Hut an. Aufgrund der übereinander stehenden Pilzdächer, die zwischen zwei und sechs Zentimeter breit sind, wirkt der Maitake wie ein kleiner Schwamm. Manchmal können einzelne Pilzhüte auch bis zu 12 cm breit werden. Immer sind sie grau-braun gefärbt und weisen auf der Unterseite weiße Poren auf.

Ein Horst aus mehreren, dicht nebeneinanderstehenden Maitake Pilzen kann einen Durchmesser von bis zu 50 Zentimetern erreichen. Dem Laien erscheint dieses Gewächs am Waldboden dann wie ein kleiner Busch. Ein einzelner Pilz erreicht bei voller Größe ein stattliches Gewicht zwischen fünf und fünfzehn Kilogramm. Bei oberflächlicher Betrachtung sieht der Maitake dem Polyporus (Eichhasen) etwas ähnlich.

Vorkommen und Verwendung des Klapperschwamms

Der Maitake ist sowohl in Europa als auch in Kanada und im Nordosten der USA heimisch. In Asien wächst er in Laubwäldern, die seinem Anspruch an Feuchtigkeit genügen. In Japan, wo die Menschen ihn ganz besonders hoch schätzen, kommt er in freier Natur nur im äußersten Nordosten vor. Bevorzugt lässt er sich am Stammgrund von alten oder kranken Eichen nieder. Auch auf abgestorbenen Stümpfen ist er gelegentlich zu finden. Weitere Bäume, mit denen der Maitake gut harmoniert, sind Edelkastanien, Linden und Buchen. Wie auch die Baumpilze zieht der Maitake seine Nahrung aus dem Wirtsbaum. Dafür ruft er im Holz Weißfäule hervor und baut mithilfe von Enzymen Zellulose und andere Substanzen wie Lignin aus dem Baum ab. Da es in Deutschland immer weniger alte Laubbäume und Totholz gibt, ist der Klapperschwamm bei uns nur noch sehr selten in freier Natur anzutreffen.

Als schmackhaft gelten in erster Linie die jüngeren Exemplare des Maitake. Diese haben einen leicht süßlichen Geschmack sowie eine Umami-Note, die vermutlich durch den Gehalt an Trehalose, Glutamin- und Asparaginsäure sowie 5´-Nukleotid-Gehalt entshet. Weltweit ist er als Delikatesse sehr beliebt und dient als Zutat für verschiedenste Gerichte. Allerdings wissen die Asiaten aus den Lehren der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) auch, dass der Maitake Pilz gesundheitsförderlich wirkt. Darum sind Maitake Präparate im Fernen Osten ein gängiges Heilmittel.

Was ist Maitake Pulver?

Maitake Pulver wird in aller Regel aus Zuchtpilzen gewonnen. Dafür werden die Pilze nach der Ernte schonend getrocknet Maitake getrocknetund anschließend sorgsam zu Pulver zermahlen. Da die ungesättigten Fettsäuren des Maitake nicht übermäßig mit Sauerstoff in Kontakt kommen sollten und das Pilzeiweiß nicht mit Feuchtigkeit, wird das Pulver meist in Kapseln und gut verschließbaren Gefäßen aufbewahrt. Der Vorteil von Pulver gegenüber dem frischen Pilz ist eindeutig die längere Haltbarkeit sowie die einfachere Dosierung bei medizinischen Verwendungszwecken. Wichtig für die Wirksamkeit ist dabei, dass der Maitake bei maximal 40° Celsius getrocknet wird. Andernfalls gehen viele seiner wertvollen Substanzen verloren.

Im Folgenden erhalten Sie einen kleinen Überblick über die Inhaltsstoffe des Maitake und deren Bedeutung für die menschliche Gesundheit.

Allgemeine Nährstoffe

Bei einem Blick auf seine Makronährstoffe unterscheidet sich der Maitake kaum von anderen Vitalpilzen wie Reishi, Cordyceps oder Shiitake. Neben komplexen Kohlenhydraten und relativ vielen Ballaststoffen verfügt er über einen hohen Proteingehalt. Der genaue Prozentsatz hängt stark von der Zuchtmethode ab und schwankt daher zwischen 15 % und 60 % in der Trockenmasse. Für die Gesundheit von Bedeutung ist dabei, dass immer alle essenziellen Aminosäuren enthalten sind.

Hinsichtlich der Mikronährstoffe ist neben kleineren Mengen anderer Vitamine – beispielsweise aus der B-Gruppe – vor allem das Vitamin D2 (Ergocalciferol) zu erwähnen. Dieses ist besonders für Vegetarier und Veganer interessant, da Pilze die einzige nicht-tierische Quelle für D-Vitamine sind. Darüber hinaus kommen im Maitake verschiedene Spurenelemente und Mineralstoffe wie Kalium, Phosphor, Kalzium, Magnesium und Natrium vor.

Medizinisch wirksame Substanzen

Bereits 1980 stellten Forscher erste Untersuchungen zur gesundheitsförderlichen Wirkung des Maitake Pilzes an. Dabei stießen sie als erstes auf die D-Fraktion der Beta-Glukane, welche zur großen Gruppe der Polysaccharide, also den Mehrfachzuckern, gehören. Polysaccharide sind inzwischen insgesamt gut erforscht und ihr gesundheitlicher Nutzen steht außer Frage. Die Beta-Glukane der D-Fraktion gelten zusammen mit denen der MD-Fraktion als die wichtigsten bioaktiven Polysaccharide im Maitake. Sie wirken unter anderem antitumoral und immunregulierend.

Maitake PolysaccharideWeitere Polysaccharide aus dem Maitake Pilz und ihre medizinischen Bedeutungen sind …
– die X-Fraktion: antidiabetisch
– MZ-Fraktion: antitumoral, immunmodulierend
– MT-Alpha-Glukan: hypoglykämisch, hypolipid, antioxidativ und immunmodulierend
– Grifolan: immunmodulierend

Neben diesen spezifischen Effekten modifizieren alle Polysaccharide das Mikrobiom im Darm. Sie fördern einerseits die nützlichen Bakterien und helfen andererseits, eine schädliche Besiedlung zu verdrängen. Eine gesunde Darmflora dient der Homöostase des Immunsystems und wirkt zugleich einer metabolischen Dysregulation entgegen, wie sie beispielsweise für eine nicht-alkoholbedingte Fettleber und Diabetes typisch ist.

Neben den Polysacchariden tun vor allem die Glykoproteine dem menschlichen Organismus gut. Sie kommen ebenfalls im Klapperschwamm vor und wirken antitumoral, antidiabetisch, antiviral, stärken das Immunsystem, verringern Bluthochdruck und senken die Blutfettwerte. Zu den Proteinen und Peptiden in diesem Heilpilz ist schließlich zu sagen, dass sie unter anderem in vitro zytotoxisch gegenüber HeLa-Zellen (Gebärmutterhalskrebs) und antiviral gegen Herpes simplex wirken.

Seine antioxidative Wirkung verdankt der Maitake unter anderem seinen Fettsäuren, Polyphenolen, Flavonoiden, dem Alpha-Tocopherol und der Ascorbinsäure. Um das Bild der gesundheitsfördernden Stoffe des Klapperschwamms komplett zu machen, müssen auf jeden Fall noch die Sterole, Enzyme und Alkaloide genannt werden.

Wie wirkt der Maitake?

Wie Sie sehen, enthält der Maitake eine große Anzahl an Substanzen, die Ihre Gesundheit unterstützen. Deren umfassende Förderung der körpereigenen Abwehrkräfte erweist sich immer wieder als große Stütze bei akuten Infekten sowie chronischen Erkrankungen. Die Bedeutung des Maitake Pilzes bei der Prävention und der Therapie von Krebs werden wir Ihnen gleich noch ausführlich darstellen. An dieser Stelle sei nur kurz erwähnt, dass die Forschung inzwischen mehrfach die antiviralen wie auch antibakteriellen Eigenschaften dieses Vitalpilzes belegt hat. Wissenschaftler fanden zum Beispiel Effekte auf Hepatitis B, HIV, Herpes simplex und Enterovirus 71 (Erreger der Hand-Fuß-Mund-Krankheit).

Erfahren Sie nun mehr über die zentralen Anwendungsgebiete des Maitake. Einige Krankheitsbilder behandeln Alternativmediziner wie beispielsweise die Heilkundigen der TCM bereits seit Jahrhunderten mit dem Klapperschwamm. Andere Leiden zählen zu den sogenannten Zivilisationskrankheiten und sind erst in den letzten 40 Jahren zu den Einsatzgebieten des Heilpilzes hinzugekommen.

Regulation des Fettstoffwechsels

Seit jeher ist der Maitake ein bewährter Vitalpilz zur Senkung der Blutfettwerte. Doch gab es nie in der Menschheitsgeschichte so viele Übergewichtige und Personen mit erhöhtem Cholesterinspiegel. Darum kommt dem Klapperschwamm gerade heute eine tragende Rolle im Kampf gegen das metabolische Syndrom zu. Dieses zeichnet sich neben Übergewicht und erhöhten Blutfettwerten durch Bluthochdruck und häufig auch einen Diabetes vom Typ 2 aus. Durch seine wertvollen Inhaltsstoffe hat der Maitake nicht nur eine hypolipidämische Wirkung, sondern unterstützt betroffene Menschen auf vielfältige Weise bei der Gewichtsreduktion. Dabei ist zum Beispiel auch sein positiver Einfluss auf die Darmflora ein wichtiger Faktor.

Wie der Maitake die Blutfettwerte senkt

Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass sowohl der Gesamtcholesterin- als auch der LDL-Spiegel (“schlechtes” Cholesterin) absinken, wenn die Betroffenen über mehrere Monate hinweg regelmäßig Maitake Kapseln bzw. Pulver einnehmen. Gleiches gilt für den Triglyzerid-Spiegel und die Harnsäure. Gleichzeitig bleibt der Spiegel des HDL-Cholesterins (“gutes” Cholesterin) konstant. Genauere Untersuchungen haben gezeigt, dass der cholesterinsenkende Effekt des Maitakes auf zwei verschiedene Mechanismen zurückgeht. Zum einen reduziert er die Aktivität bestimmter Enzyme in der Leber, wodurch sich die Biosynthese des Cholesterins verlangsamt. Zum anderen steigern die Stoffe aus dem Klapperschwamm die Aktivität anderer Enzyme, die für die Umwandlung von Cholesterin in Gallensäure zuständig sind. Mit Hilfe der Ballaststoffe und des Chitins aus dem Heilpilz werden die dann anfallenden Mengen an Gallensäure problemlos im Darm gebunden und schließlich ausgeschieden.

Gesunde Leber

Im Zusammenhang mit dem metabolischen Syndrom tritt in aller Regel eine Fettleber auf. Diese kann sich unabhängig von Alkoholkonsum und Gewicht entwickeln. Heutzutage konsumieren wir fast alle zu viel gesättigtes Fett, zu viel Zucker und künstlich zugesetzte Fruktose. Da der Körper zur Speicherung von Energie Zucker in Fett umwandelt, kann nicht nur das Fett, sondern auch Zucker aus unserer Nahrung zu einer Fettleber führen. Der Maitake begegnet diesem Prozess, indem er die Einlagerung von Triglyzeriden in die Leberzellen reduziert.

Gleichzeitig binden seine Antioxidantien freie Radikale in der Leber. In der Folge oxidiert dort weniger Fett (LDL). Da oxidierte Fette die negative Eigenschaft haben, sich an den Gefäßwänden abzulagern und so Plaques zu verursachen, reduzieren die Antioxidantien aus dem Maitake Pilz auf diese Weise das Risiko einer Arteriosklerose. Mit Blick auf die Leber ist außerdem noch zu erwähnen, dass die Einnahme von Maitake Kapseln eine effektive Präventionsmaßnahme bezüglich Hepatitis darstellt. Dies ist auf die anti-entzündlichen Eigenschaften des Vitalpilzes zurückzuführen.

Lip- und Lymphödeme

Aufgrund seiner regulierenden Wirkung auf die Fette im Körper ist der Klapperschwamm der wichtigste Pilz zur Therapie von Lipödemen. Treten Lipödeme in Kombination mit Lymphödemen auf, empfiehlt die Mykotherapie die ergänzende Einnahme von Polyporus oder Poria cocos. Beide verfügen nämlich über eine entwässernde Wirkung. Gute Erfolge können beim Lymph-Lipödem auch mit pflanzlicher Vollwertkost erzielt werden.

Blutdrucksenker

Sowohl im präventiven als auch im therapeutischen Bereich hat sich der Maitake bei Bluthochdruck einen Namen gemacht. Er senkt zum einen die Wahrscheinlichkeit, eine Arteriosklerose zu entwickeln, womit auch das Risiko für einen Bluthochdruck geringer ausfällt. Zum anderen nimmt er auf das Renin-Angiotensin-Aldosteron System Einfluss, dass für die Regulation des Blutdrucks zuständig ist. Die Senkung der Blutdruck-erhöhenden Harnsäure scheint ein weiterer Mechanismus zu sein. Insbesondere bei altersbedingtem Bluthochdruck stellen diese Wirkungen eine hilfreiche Gegenmaßnahme dar. In einer Untersuchung an Ratten verringerte sich der systolische Blutdruck durch die Gabe von Maitake-Pulver innerhalb von zwei Monaten um 15 mmHg.

Prävention und Therapie von Diabetes Typ 2

Diabetiker leiden an einem erhöhten Blutzuckerspiegel  bei gleichzeitig verminderter Aufnahme von Zucker in die Körperzellen – der sogenannten „Insulinresistenz“ – meist entstanden durch Fehlernährung. Für das Einschleusen des Zuckers in die Zellen ist das Insulin verantwortlich. Personen mit Diabetes produzieren langfristig weniger Insulin, während gleichzeitig die Insulinsensitivität zurückgeht, also eigentlich mehr Insulin nötig wäre. Der Maitake unterstützt den Organismus hier gleich auf mehreren Ebenen. Einerseits regt er die Produktion von Insulin in den Inselzellen der Bauchspeicheldrüse an. Gleichzeitig erhöht er aber auch die Sensitivität der Zellen gegenüber dem Insulin. Dafür sind vorrangig die F2- und F3-Polysaccharide sowie die SX-Glykoprotein-Fraktion verantwortlich. Eine Erhöhung der Sensitivität wirkt direkt der Insulinresistenz entgegen. Die Verwertung des Blutzuckers durch die Zellkraftwerke verbessert sich automatisch. Hinzu kommt, dass die im Maitake enthaltenen MT-Alpha-Glukane eine unmittelbar blutzuckersenkende Wirkung ausüben.

Über die beschriebenen Mechanismen hinaus übt der Klapperschwamm weitere günstige Einflüsse auf den Körper aus, die Diabetikern vom Typ 2 wie auch vom Typ 1 das Leben erleichtern. Alle Diabetiker haben nämlich gemein, dass sie aufgrund der ungünstigen Stoffwechselprozesse unter erhöhtem oxidativem Stress leiden. Daher profitieren sie alle von den Antioxidantien des Maitake. Zusätzlich fördert der Heilpilz die körpereigenen antioxidativen Enzyme wie Superoxiddismutase und Glutathionperoxidase. Eine weitere Eigenschaft des Maitake Pilzes, von dem alle Menschen mit zu hohem Blutzuckerspiegel profitieren, ist die Inhibition der Alpha-Glukosidase-Aktivität. Dies bedeutet, dass nur wenig Stärke aus der Nahrung in Disaccharide umgewandelt wird. Folglich steigt der Blutzuckerspiegel weniger stark bis gar nicht an. Ursächlich hierfür sind vermutlich bestimmte Fettsäuren aus dem Vitalpilz.

Knochen und Gelenke

Das menschliche Skelett wird durch die Wirkungsweise des Maitake  auf den Stoffwechsel gleich in zweierlei Hinsicht entlastet. Auf der einen Seite bedeutet eine Gewichtsreduktion, die der Klapperschwamm ja unterstützt, immer auch eine geringere Belastung für die Knochen und insbesondere die Gelenke. Zudem verursacht Bauchfett leichte chronische Entzündungen im Körper, die sich unter anderem auf die Gelenke niederschlagen. Wird das Bauchfett weniger, gehen automatisch auch die Entzündungen zurück. Zudem besitzt der Maitake auch direkt entzündungshemmende Inhaltsstoffe.

Auf der anderen Seite greift der Maitake regulierend in den Körpermetabolismus ein. Zentral für Gelenkprobleme ist dabei die Harnsäure. Der Vitalpilz sorgt nicht nur dafür, dass sich weniger Harnsäure bildet, sondern auch, dass sie vermehrt ausgeschieden wird. In der Folge lagern sich die Harnsäurekristalle nicht mehr in den Gelenken ab, wo sie Entzündungen und den Rückgang des Knorpels herbeiführen. Gerade für Frauen nach der Menopause ist dieser Effekt besonders wertvoll, weil ihre Harnsäure durch den geringeren Östrogenspiegel schlechter ausgeschieden wird. Dieselben Frauen profitieren auch vom fördernden Einfluss des Maitake Pilzes auf die knochenbildende Tätigkeit der Osteoblasten. Dies wirkt nämlich effektiv einer Osteoporose entgegen.

Darmgesundheit

Im Zusammenhang mit den Polysacchariden haben wir bereits erwähnt, dass diese für eine gesunde Darmflora sorgen. Sie wirken präbiotisch und unterstützen so den Aufbau des Darm-Milieus.  Alleine eine Verbesserung der Darmgesundheit kann Leiden, die mit der Ernährung im Zusammenhang stehe, lindern. Davon profitieren zum Beispiel Diabetiker und Personen mit einer Fettleber. Aber auch das Immunsystem hängt eng mit dem Darm zusammen und unsere Abwehrkräfte sind umso stärker, je gesünder er ist. Ein starkes Immunsystem spielt wiederum bei Prävention und Bekämpfung von schweren Erkrankungen wie beispielsweise Krebs eine tragende Rolle.

Die TCM setzt den Maitake schon lange bei Durchfällen und Entzündungen im Magen-Darm-Trakt ein. Er lindert unangenehme Symptome umgehend, da er antientzündlich wirkt und gleichzeitig stopft. Gerade Personen mit autoimmun-bedingten Darmerkrankungen können durch die Einnahme von Maitake Kapseln deutliche Verbesserungen erfahren. So hilft ihnen einerseits die beruhigende Wirkung auf den Darm allgemein. Andererseits kommen ihnen die immunregulierenden Fähigkeiten des Heilpilzes zugute, die Autoimmunreaktionen abschwächen.

Bei einer infektiösen Darmerkrankung gesellen sich zu der oben beschriebenen Flora-fördernden Wirkung die immununterstützenden Eigenschaften des Klapperschwamms hinzu. So kann der Maitake die Regeneration unterstützen. Im Anschluss an eine solche Erkrankung empfiehlt sich außerdem die Einnahme des Heilpilzes Hericium, um den Wiederaufbau der Schleimhäute zu unterstützen. Als letzter Vorteil des Maitakes für den Magen-Darm-Trakt ist noch die antitumorale Wirkung seiner Beta-Glukane zu erwähnen. Sie senken unter anderem das Risiko von Krebserkrankungen oder Polypenbildung im Verdauungstrakt.

PCO-Syndrom (Polyzystische Ovarien)

Polyzystische Ovarien, kurz PCO-Syndrom genannt, entstehen durch hormonelle Veränderungen bei der Frau, die zu Störungen im Zyklus führen. In der Folge bleibt der Eisprung aus. Somit ist das PCO-Syndrom einer der häufigsten Gründe für einen unerfüllten Kinderwunsch. Hinter der Entgleisung der Hormone steht eine Störung des Stoffwechsels, die mit einer Insulinresistenz und häufig auch mit einem metabolischen Syndrom einhergeht. Der Testosteronspiegel der betroffenen Frauen steigt unnatürlich stark an. Neben Zyklusstörungen kann es zusätzlich zu Akne, Haarausfall und vermehrter Körperbehaarung kommen.

Der Maitake verhilft nun dem Stoffwechsel zu einem gesunden Gleichgewicht zurückzufinden. Durch die Einnahme von Maitake Kapseln fällt die Gewichtsreduktion leichter, das Bauchfett wird weniger und die Insulinsensitivität steigt wieder an. Hinzu kommt, dass der Maitake Pilz die Östrogen-Sensitivität erhöht und so einem Mangel an dem weiblichen Hormon effektiv begegnet. Frauen, die am PCO-Syndrom leiden, nehmen meist ein Medikament namens Clomifen ein. Wenn dieses alleine keine Besserung der Symptome mit sich bringt, lohnt sich immer der Versuch mit Maitake, dessen Inhaltsstoffe die Ovulation anregen können.

Maitake gegen Krebs

Immunstützende Wirkung

Der Maitake hat sich in der Vergangenheit aus verschiedenen Gründen als begleitende Therapie bei Krebserkrankungen und deren schulmedizinischer Behandlung bewährt. Seine antikanzerogene Wirkung geht unter anderem auf seine immunmodulierenden Eigenschaften zurück. Wie wir bei den Polysacchariden beschrieben haben, unterstützen vor allem die Beta-Glukane die körpereigenen Abwehrkräfte bei der Suche und der Zerstörung von entarteten Zellen. Forscher fanden in diesem Zusammenhang heraus, dass an diesem Prozess insbesondere die D-Fraktion, wohl aber auch das Grifolan beteiligt sind. Die gesundheitsförderlichen Stoffe aus dem Maitake verschieben das Gleichgewicht von einer TH2-Dominanz in Richtung einer deutlicheren TH1-Immunantwort. Die zelluläre Immunabwehr wird also gestärkt, sodass die Aktivität der Makrophagen, der natürlichen Killerzellen und auch der zytotoxischen T-Zellen ansteigt. Zudem schüttet der Körper vermehrt Interleukin, Interferon 12 und Interferon 18 aus, während er die Bildung des Interleukins 4 hemmt, das für die Umwandlung von TH1- in TH2-Zellen zuständig ist.

Begleiter bei Chemotherapie

Indem der Maitake das Immunsystem stärkt und ggf. balanciert, beugt seine Einnahme der Entstehung von Tumoren vor.  Auch eine bestehende Krebserkrankung bekämpft der Organismus mit Hilfe des Heilpilzes deutlich effizienter. Unterzieht sich ein Krebspatient einer Chemotherapie, kann der Maitake die Wirkung dieser Behandlung unterstützen. Mediziner nennen derart unterstützende Substanzen auch “Chemosensitizer”. Doch beschränkt sich der Klapperschwamm nicht nur auf die Effizienz der Chemotherapie. Er verbessert außerdem die Verträglichkeit der Behandlung. So schützt er beispielsweise die Schleimhäute im Verdauungstrakt, was Übelkeit und Durchfall entgegenwirkt. Zudem berichten Patienten, dass sie sich durch die Einnahme von Maitake insgesamt wohler fühlen und nur in geringem Maße von Müdigkeit geplagt werden. Diese Empfindung spiegelt sich auch oft im Blutbild wider.

Antitumorale Eigenschaften

Schließlich verfügt der Maitake noch über direkt antitumoral wirkende Stoffe. Diese entdeckten Wissenschaftler bereits in den 1980er-Jahren. Zunächst hatten sie dabei die D-Fraktion im Fokus. Nach und nach zeigten sich vergleichbare Effekte auch bei anderen Inhaltsstoffen dieses Vitalpilzes, nur selten ist ein einzelner Stoff für die untersuchten Wirkmechanismen verantwortlich. All diese Stoffe modifizieren die Prozesse, die in der Tumorzelle ablaufen. Sie stören den Zell-Zyklus, was die Vermehrung der Tumorzellen effektiv hemmt. Hinzu kommt, dass der Maitake in vitro nachweislich den Tod von Tumorzellen, die sogenannte Apoptose, herbeiführen kann. Inzwischen wiesen Mediziner die Wirksamkeit des Maitakes bei Gehirntumoren, Prostata-, Brust-, Leber- und Lungenkrebs nach. Da der Maitake die Aufnahme von Kalzium in die Knochen positiv beeinflusst, reduziert er zusätzlich das Risiko von Knochenmetastasen.

Konkrete Tipps zur Einnahme von Maitake

Wo kaufe ich Maitake?

Wenn Sie an einer der beschriebenen Krankheiten leiden und nun den Maitake zur Unterstützung Ihres Genesungsprozesses einnehmen möchten, sollten Sie nicht irgendein (günstiges) Präparat kaufen. Grundsätzlich lohnt es sich ohnehin, zuerst mit einem unserer Experten Rücksprache zu halten, ob in Ihrem speziellen Fall tatsächlich der Klapperschwamm als einziger Vitalpilz empfehlenswert ist. Erst wenn diese Frage abschließend geklärt ist, sollten Sie sich nach einer geeigneten Quelle für Maitake Kapseln umsehen.

Achten Sie bei der Wahl des Verkäufers darauf, dass dieser transparent die Zuchtmethoden wie auch das Herstellungsverfahren des Präparates selbst darstellt. Können Sie entsprechende Informationen nicht finden, fragen Sie unbedingt nach, ehe Sie sich zu einem Kauf entscheiden. Schließlich werden Sie die Maitake Kapseln über viele Wochen und Monate hinweg einnehmen. Wenn diese jedoch mit Giftstoffen aus der Zucht belastet sind, schaden Sie Ihrem Körper am Ende mehr, als dass Sie ihm Gutes tun. Entscheiden Sie sich daher nur für Maitake Produkte, die nach deutschen Bio-Richtlinien hergestellt werden. Die Heilpilze dürfen während Wachstum und Verarbeitung auf keinen Fall mit Giftstoffen oder anderen schädlichen Substanzen in Berührung kommen. Die Trocknung darf außerdem höchstens bei 40 °Celsius stattfinden. Andernfalls gehen viele der wertvollen Inhaltsstoffe und damit die gesundheitsfördernde Wirkung verloren.

Wie nehme ich Maitake ein?

Eine optimale Dosierung des Maitake Pilzes lässt sich nicht pauschal angeben. Wie bei allen Vitalpilzen hängen Menge, Häufigkeit und Dauer der Einnahme ganz stark von Ihrer individuellen Konstitution ab. Bei manchen Leiden ist außerdem die Kombination mit weiteren Heilpilzen sinnvoll. Unsere Experten verfügen über ein fundiertes Wissen in der Mykotherapie und stellen für Sie gerne einen optimalen Behandlungsplan zusammen.

Ganz allgemein lässt sich nur feststellen, dass Kapseln die beste Darreichungsform darstellen. Voraussetzung ist aber stets, dass das Pulver in den Kapseln schonend und aus dem ganzen Vitalpilz hergestellt wurde. Die Kapsel selbst schützt das Pulver perfekt vor äußeren Einflüssen, was eine lange Haltbarkeit mit sich bringt. Einnahme und Dosierung von Kapseln sind zudem denkbar unkompliziert.

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Wissenschaftliche Studien / Quellen

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  • Keiko Kubo, Hiroaki Nanba: „Anti-Diabetic Mechanism of Maitake (Grifola frondosa).“; Department of Microbial Chemistry, Kobe Pharmaceutical University, Motoyama, Higashinada, Kobe 658, Japan
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  • Keiko Kubo, Hiroaki Nanba: „Anti-Hyperliposis Effect of Maitake Fruit Body (Grifola frondosa).“; Biol. Pharm. Bull. 20(7) 781-785 (1997)
  • Nadeem A. Talpur, Bobby W. Echard, …: „Antihypertensive and metabolic effects of whole Maitake mushroom powder and its fractions in two rat strains.“; Molecular and Cellular Biochemistry 237: 129-136, 2002
  • Atsuyuki Inoue, Noriko Kodama, Hiroaki Nanba: „Effect of Maitake (Grifola frondosa) D-Fraction on the Control of the T-Lymph Node Th-1/Th-2 Proportion.“; Biol. Pharm. Bull. 25(4) 536-540 (2002)
  • Prof. Dr. med. Ivo Bianchi: “Moderne Mykotherapie”; Hinckel Druck, 2008
  • Hobbs, C.: “Medicinal Mushrooms”; Botanica Press, 1995
  • Wu, J. Y., Siu, K. C., & Geng, P. (2021, January 1). Bioactive ingredients and medicinal values of grifola frondosa (Maitake). Foods. MDPI AG. https://doi.org/10.3390/foods10010095

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