Rheuma lindern – Vitalpilze als Naturmittel gegen Rheuma

Schmerzen im Bewegungsapparat

Unter dem Begriff „Rheuma“ werden verschiedene Erkrankungen des Bewegungsapparates mit Schmerzen und Bewegungseinschränkung zusammengefasst. Ort des Geschehens ist vorwiegend der Bereich der Gelenke und der sie umgebenden Weichteile. Mögliche Ursachen und therapeutische Ansatzpunkte sind die westliche Ernährung, die Darmfora oder Viren- und Bakterieninfektionen mit darauffolgender Aktivierung des Immunsystems. Je nach individueller Veranlagung breitet sich in der Folge ein chronisch entzündliches Geschehen in unterschiedlichen Körperbereichen aus.

Auch exogene Schadstoffe und vom Organismus selbst produzierte Belastungen, wie freie Radikale und Stoffwechselschlacken können rheumatische Erkrankungen verursachen. Der Körper ist mit der Ausscheidung überfordert und sucht deshalb Wege, die Toxine zu eliminieren. Er nutzt dann die Möglichkeit, Toxine in die Organe und das Bindegewebe einzulagern, welches dann als Zwischenlager für Schlacken, Toxine und Säuren fungiert. Diese Giftmülldeponie kann sich durch Steifigkeit, Schmerzen und Entzündung äußern.

Man unterscheidet:
1. Entzündlich-rheumatische Erkrankungen

Den entzündlich-rheumatischen Erkrankungen gemeinsam sind entzündliche Immunreaktionen des Bindegewebes. Ist ein Gelenk durch eine Infektion oder Verletzung geschädigt, wird das Immunsystem aktiviert. Gerät es allerdings aus dem Lot, fängt es an, seinen Vernichtungskampf gegen körpereigenes Gewebe zu richten. Ein autoimmunologischer Prozess entsteht. Bei der rheumatoiden Arthritis zum Beispiel werden nach Kontakt mit einer Noxe T- und B-Lymphozyten sowie Makrophagen aktiviert, die entzündungsauslösende Zytokine absondern und die Gelenkinnenhaut entzünden. Dadurch werden in einem oft über Jahre verlaufenden Prozess nach und nach Sehnen, Bänder, Knorpel, Bindegewebe, angrenzende Knochen und die Gelenke zerstört. Die Schmerzen treten bei entzündlichem Rheuma auch ohne Belastung auf.

2. Degenerativ-rheumatische Erkrankungen

Die degenerativ-rheumatischen Erkrankungen sind gekennzeichnet durch Veränderungen des Gelenkknorpels sowie des Knochens, die durch Abbau- und Verschleißvorgänge hervorgerufen wurden. Ursache für diesen Abrieb können dauerhafte Überlastung, Fehlstellung des Gelenks, aber auch Knorpelschädigungen durch länger zurückliegende Unfälle sein. Bei Gelenken, die das Körpergewicht tragen müssen, wie Knie, Hüfte oder Wirbelsäule, kann die Ursache auch Übergewicht sein. Ebenso spielen auch individuelle Voraussetzungen sowie eine angeborene Veranlagung eine Rolle.

Arthrose entwickelt sich hauptsächlich aus dem Missverhältnis zwischen der Belastungsfähigkeit des Gelenks und der tatsächlichen Belastung. Arthroseschmerzen machen sich anfänglich bei Bewegungsbeginn, später durch stärkere, oft witterungsabhängige Schmerzen auch in Ruhe bemerkbar.

3. Extraartikuläre Rheumaformen („Weichteilrheuma“)

Hierbei handelt es sich um Erkrankungen der Weichteile, die sich in verschiedenen Krankheitsbildern mit Symptomen wie Schmerzen im Bereich von Muskulatur und Sehnen äußern. Sie reichen von lokalisierten Formen – wie einer harmlosen Muskelverspannung – über einen Tennisellenbogen bis hin zu einer Sehnenscheidenentzündung und generalisierten Fibromyalgieformen.

Schmerzen können dabei im gesamten Bewegungsapparat auftreten. Sie können je nach Art der Erkrankung an verschiedenen Orten und in unterschiedlicher Stärke auftreten. Beim „lokalisierten Weichteilrheuma“ konzentrieren sich die Schmerzen auf eine bestimmte Stelle. Im Gegensatz dazu, treten sie beim „generalisierten Weichteilrheuma“ am ganzen Körper auf.

4. Stoffwechselstörungen, die mit rheumatischen Beschwerden einhergehen

Hier ist besonders die Gicht, eine Störung des Harnsäurestoffwechsels, zu nennen. Durch die Ablagerung von Harnsäure kommt es in den Gelenken zu entzündlichen Prozessen. Fehlernährung begünstigt diesen Ablauf. So ist zum Beispiel in tierischen Lebensmitteln viel Arachidonsäure enthalten, die Entzündungen fördert. Viele Schmerzen werden durch chronische Entzündungen ausgelöst, die wiederum durch erhöhtes Vorliegen von Arachidonsäure verursacht werden.

Bei entzündlichen rheumatischen Erkrankungen kommt es aus noch ungeklärter Ursache zur dauerhaften Aktivierung des Zytokinnetzwerks. Das Gleichgewicht aus inflammationsfördernden und inflammationshemmenden Botenstoffen wird zugunsten der proinflammatorischen verschoben. So werden bei entzündlichen Gelenkerkrankungen proinflammatorische Faktoren wie TNF-alpha, IL-1 oder IL-6 vermehrt in der Synovialflüssigkeit gefunden. Andere, die Wirkung dieser Faktoren abschwächende Zytokine (IL-4 oder IL-1 Rezeptorantagonist), scheinen demgegenüber in geringerer Konzentration vorzuliegen. Bei entzündlichen Gelenkerkrankungen wie der rheumatoiden Arthritis führt dieses Ungleichgewicht der Zytokine dazu, dass das Gleichgewicht von Bindegewebssynthese und Bindegewebsabbau im entzündeten Gelenk zugunsten eines verstärkten Abbaus der Bindegewebsmatrix verschoben wird.

Bei seelischem oder körperlichem Stress, aber auch bei chronischen Schmerzen und Entzündungen, wird das Stresshormon Kortisol produziert, um diese zu reduzieren bzw. zu hemmen, denn Kortisol wirkt antiphlogistisch. Wird Kortisol aber künstlich zugeführt und die Cushing-Schwelle überschritten, kann es zu erheblichen Nebenwirkungen kommen.

Um Entzündungen in den Griff zu bekommen, muss auf eine entsprechende Ernährung geachtet werden. Diese sollte langkettige Omega-3-Fettsäuren, die die Bildung von zu viel Arachidonsäure verhindern, enthalten und soweit wie möglich vollwertig pflanzlich sein und damit entzündungshemmend. Diese Ernährung enthält reichlich Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine und sorgt für eine günstige Darmflora. Ergänzen kann man ggf. Vitamin D oder B12.

Wirkung verschiedener Vitalpilze in der Therapie von Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises

In Heil- und Vitalpilzen sind neben vielen wertvollen Inhaltsstoffen auch natürliche, entzündungshemmende Substanzen enthalten. Generell sind Pilze kalorienarm, reich an Faserstoffen und ernährungsphysiologisch wertvoll, aber auch als speziell eingesetzte Vitalpilze bieten sie bei Rheuma spannende Optionen.

Als Basispilz bei entzündlichen Prozessen hat sich der Reishi bewährt. Die in ihm enthaltenen Triterpene wirken entzündungslindernd und dämmen die Histaminausschüttung ein, die für Schwellungen, Rötungen und Juckreiz verantwortlich ist. William B. Stavinoha von der University of Texas demonstrierte in einer Studie, dass der Reishi sogar einen gleichen bzw. höheren antientzündlichen Effekt hat als Hydrokortison.

Handelt es sich um Erkrankungen aufgrund eines veränderten Stoffwechsels mit Verdickungen und Schmerzen der Gelenke, leistet der Shiitake gute Arbeit. Reishi und Shiitake haben sich in der mykologischen Praxis besonders bei Arthritis und Gelenkproblemen, die auf eine Übersäuerung zurückzuführen sind, bewährt. Auch der Shiitake enthält eine Vielzahl von Polysacchariden, Mineralien und Vitaminen und wirkt alkalisch, was sich positiv auf das übersäuerte Gewebe auswirkt. Er kann auch einen Rückgang von Schmerzen und Bewegungseinschränkungen bewirken und übt insbesondere auch bei Verdickungen und Schmerzen einen sehr guten Einfluss aus.

Die Knochen werden mit dem Maitake gestärkt und zwar besonders durch seinen Wirkstoff Ergosterol, einer Vorstufe des für die Knochen so wichtigen Vitamins D.

Auf Bänder, Sehnen und Knorpel hat der Pleurotus einen wohltuenden Einfluss. Unter seiner Gabe werden die Sehnen und die Bänder gestärkt und das Gelenk erhält mehr Halt und Stabilität. Einen weiteren Pluspunkt bieten seine präbiotischen Eigenschaften.

Um die ablaufenden Autoimmunprozesse positiv zu beeinflussen, wird der Heilpilz Agaricus blazei murill (ABM) eingesetzt. Seine natürlichen Polysaccharide – besonders die Betaglukane – helfen, das Immunsystem zu stabilisieren und die Milz in ihrer Abwehrfunktion zu unterstützen.

Oft empfinden Rheuma-Patienten Kältegefühle, bevorzugt an Händen und Füßen. In diesem Fall ist der Cordyceps mit seinem hohen Anteil an Nukleinsäuren das Mittel der Wahl, denn er stärkt die Lebensenergie des Menschen und vermittelt somit innere Wärme. Auch hat er eine regulierende Wirkung auf das neuroendrokine System.

Bei Untersuchungen stellte sich heraus, dass Patienten mit Arthritis zu niedrige Pantothenwerte (Vitamin B 5) haben, man vermutet die Ursache in der ungenügenden Produktion der Darmflora ausgelöst durch Vitamin-D-Mangel! Pantothensäure ist an der Produktion von Kortison beteiligt und kann Schmerzen abklingen lassen. Besonders im Shiitake ist es reichlich enthalten. Allgemein kommen in Heilpilzen die für alle Körperzellen so wichtigen Vitamine der B-Gruppe vor. Zusätzlich wird die Gabe von OPC empfohlen, um Zellschädigungen und Entzündungen zu reduzieren.

Literatur:

  • Thews, Mutschler, Vaupel: „Anatomie, Physiologie, Pathophysiologie des Menschen“; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart 1999
  • Uwe Karstädt: „Die 7 Revolutionen der Medizin“; Rowohlt Verlag 2006
  • Stavinoha, W., Satsangi, N., Weintraub, S.(1995): „Study of the antiinflammatory efficacy of Ganoderma lucidum“ In B.-K. Kim, & Y.-S. Kim (Eds ), Recent Advances in Ganoderma lucidum research (pp 3-7) Seoul, Korea: The Pharmaceutical Society of Korea
  • Tavinoha, W., Slama, J., Weintraub, S., Mobley, P. (1991): „The Anti-inflammatory activity of Ganoderma lucidum“; Third International Symposium on Ganoderma lucidum, 9-21
  • S.C. Gominak, Vitamin D deficiency changes the intestinal microbiome reducing B vitamin production in the gut. The resulting lack of pantothenic acid adversely affects the immune system, producing a “pro-inflammatory” state associated with atherosclerosis and autoimmunity, Medical Hypotheses, Volume 94, 2016, Pages 103-107, ISSN 0306-9877
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