Wechseljahre unter Kontrolle bringen: Vitalpilze als pflanzliches Mittel gegen Hitzewallungen & Co

Mit Vitalpilzen kann das Klimakterium ganz sanft vorübergehen.

In den Wechseljahren (Klimakterium) stellt sich der weibliche Körper von der fruchtbaren auf die unfruchtbare Lebensphase um. Die Wechseljahre bedeuten daher im Leben jeder Frau eine Zeit des Umbruchs und immer auch die Chance für einen Neubeginn. Das Klimakterium dauert von Frau zu Frau unterschiedlich lange. In der Regel erstreckt es sich über eine Zeitspanne von etwa zehn Jahren und liegt meist zwischen dem 45. und dem 60. Lebensjahr.

Während sich der Hormonhaushalt umstellt, können verschiedene und von Frau zu Frau ganz unterschiedlich ausgeprägte Beschwerden auftreten. Zu den häufigsten gehören Hitzewallungen und Schweißausbrüche. Vitalpilze – synonym auch Heilpilze genannt – können die körpereigenen Regulationsmechanismen der Frau in dieser Lebensphase sehr günstig beeinflussen. Mit ihrer Hilfe kann bei leichten bis mittelstarken Wechseljahresbeschwerden deutliche Linderung oder sogar Beschwerdefreiheit erreicht werden.

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Zeit des Umbruchs – Das „klimakterische Syndrom“

Während einige Frauen in den Wechseljahren kaum Symptome haben, leidet etwa die Hälfte unter mittelstarken bis starken Beschwerden. Zu den häufigsten auf der körperlichen Ebene gehören etwa Hitzewallungen und Schweißausbrüche. Aber auch auf der seelischen Ebene sind die Wechseljahre für fast jede Frau ein schwieriger Lebensabschnitt. Schließlich empfinden die meisten Frauen ihre Periode bewusst oder unbewusst als festen Bestandteil ihrer Weiblichkeit. Das Ausbleiben der Regelblutung durch den veränderten Hormonhaushalt bedeutet daher mehr als den Verlust der Fruchtbarkeit. Es stellt zudem eine Herausforderung an das Selbstbild der Frau dar, die auch psychisch bewältigt werden muss.

Hormonumstellung in Phasen

In den Wechseljahren stellen die Eierstöcke ihre Hormonproduktion nicht von heute auf morgen, sondern nach und nach ein. Im Vergleich zur fruchtbaren Phase wird der Level der Sexualhormone um circa 90 Prozent reduziert. Dabei wird zunächst weniger Progesteron produziert. Anschließend geht auch das Östrogen zurück, bis irgendwann die Periode schließlich komplett ausbleibt.

Diagnose Wechseljahre

Aus schulmedizinischer Sicht ist eine Frau „offiziell“ in den Wechseljahren, wenn sie über ein Jahr keine Blutung mehr hatte. Auch die Steuerungshormone FSH (follikelstimulierendes Hormon) und LH (luteinisierendes Hormon) werden zur Diagnose herangezogen. Diese beiden Hormone werden bei Abnahme der Hormonproduktion in den Eierstöcken vermehrt in der Hypophyse (Hirnanhangdrüse) gebildet. Werden erhöhte FSH- und LH-Werte im Blut gemessen, wird aufgrund dessen die Diagnose „Wechseljahre“ gestellt.

Typische Symptome und Beschwerden in den Wechseljahren

  • aufsteigende Hitzewallungen und Schweißausbrüche
  • nervöse Anspannung
  • Stimmungsschwankungen, depressive Verstimmungen
  • trockene Schleimhäute, insbesondere in der Vagina, den Augen, der Blase, in Nase und Mund sowie dem Verdauungstrakt
  • nachlassendes sexuelles Verlangen (Libido)
  • Schlafstörungen und Müdigkeit
  • Vergesslichkeit, Konzentrationsschwäche, Schwindel
  • Wassereinlagerungen
  • Gewichtszunahme
  • Blasenschwäche
  • Gelenkschmerzen
  • Osteoporose

Auf das hormonelle Gleichgewicht kommt es an

Häufig werden die verschiedenen Beschwerden nahezu ausschließlich auf das absinkende Östrogen zurückgeführt. Für das Wohlbefinden der Frau ist aber vielmehr eine gute Balance der verschiedenen Sexualhormone wichtig. Mithilfe eines Speicheltests können die aktiven Hormone sehr gut bestimmt und mögliche Schieflagen des Hormonmobiles festgestellt werden.

Leitsymptome: Hitzewallungen und Schweißausbrüche

Der abgesunkene Östrogenspiegel führt zu einer Fehlsteuerung im Regelzentrum für die Körpertemperatur, dem Hypothalamus. Dadurch kommt es zu den häufigsten Wechseljahresbeschwerden: Hitzewallungen und Schweißausbrüchen. Fast jede Frau ist davon betroffen. Wie heftig diese klimakterischen Leitsymptome ausgeprägt sind, wird dabei von der individuellen Konstitution der Frau beeinflusst.

Zur Bedeutung der Östrogene

In den fruchtbaren Jahren der Frau sind zwei Hormone am Menstruationszyklus maßgeblich beteiligt: Östradiol und Progesteron.

Östradiol ist das am stärksten wirksame natürliche Östrogen. Gebildet wird es in den Follikelzellen des Eierstocks. Es ist verantwortlich für die Entwicklung der weiblichen Geschlechtsmerkmale, den monatlichen Aufbau der Gebärmutterschleimhaut in der ersten Zyklushälfte und die Reifung der Follikel (Eibläschen). Weiterhin trägt es zum Schutz der Herz- und Hirnfunktionen bei sowie zum Erhalt der Knochendichte.

Das Östriol ist das natürliche Schleimhautöstrogen. Es fördert den Neuaufbau und die gesunde Funktion der Schleimhäute in Vagina, Blase, Augen, Nase und Magen-Darmtrakt. Es ist schwächer wirksam als das Östradiol und wird vermehrt in der Schwangerschaft gebildet.

Ein weiteres natürliches Östrogen ist das Östron. Vor der Menopause spielt es eine untergeordnete Rolle. Wenn die Eierstöcke nach der Menopause kaum mehr Östradiol produzieren, gewinnt es aber an Bedeutung. Es wird dann zum vorherrschenden Östrogen. Östron wird in der Regel durch eine Umwandlung von Androgenen (Androstendion, DHEA) produziert. Androgene sind Steroidhormone, die in der Nebennierenrinde erzeugt werden. Die Umwandlung von Androgenen in Östron erfolgt insbesondere im Fettgewebe um Bauch und Hüfte. Damit wird ein Rest-Östrogenspiegel gewährleistet. Besonders bei übergewichtigen Frauen finden sich deshalb auch nach den Wechseljahren oft noch relativ viele Östrogene im Blut.

Allgemeine Schutzfunktionen der Östrogene

Generell schreibt man den Östrogenen auch eine Schutzwirkung auf das Herz-Kreislauf-System sowie die Knochen und die Gelenke zu. Aufgrund der niedriger werdenden Östrogenspiegel geht diese Schutzfunktion im Verlauf der Postmenopause aber immer stärker verloren. In der Folge kann es dann zum Anstieg der Blutfette, zu Herzinfarkten, Arteriosklerose, Diabetes, Gelenkbeschwerden und Osteoporose kommen.

Die Rolle des Progesterons

Das wichtigste weibliche Sexualhormon neben dem Östrogen ist das Progesteron. Leider wird der Bedeutsamkeit des Progesterons noch immer viel zu wenig Beachtung geschenkt. Dabei ist das Absinken des Progesteronspiegels die erste hormonelle Veränderung, welche die Wechseljahre einleitet. Und das schon lange, bevor die Östrogenproduktion in den Eierstöcken zurückgeht.

Progesteron wird vorwiegend im Rahmen des Eisprungs in der zweiten Zyklushälfte vom Gelbkörper produziert. Während der Schwangerschaft wird es auch von der Plazenta gebildet. Es ist das für eine Schwangerschaft wohl wichtigste Sexualhormon. Das drückt sich auch in seinem Namen aus, der aus dem Lateinischen kommt. So bedeutet „pro“ auf Deutsch „für“ und „gestatio“ „Schwangerschaft“; also „für eine Schwangerschaft“. Ohne Progesteron kann sich das befruchtete Ei nicht in der Gebärmutter einnisten. Progesteron wird zusätzlich auch im Gehirn, in peripheren Nerven und in der Nebennierenrinde hergestellt. Es ist nicht mit Gestagen gleichzusetzen. Gestagene werden synthetisch produziert und unter anderem zur Verhütung eingesetzt.

Typische Symptome einer Östrogendominanz

  • Wassereinlagerungen und Völlegefühl
  • Brustempfindlichkeit
  • irreguläre, unregelmäßige und heftige Blutungen
  • Zysten und Myome
  • depressive Verstimmungen, Reizbarkeit, Ängstlichkeit
  • Schlafstörungen
  • Prämenstruelles Syndrom (PMS)
  • geringes sexuelles Verlangen (Libido)
  • Fettansammlungen, insbesondere an Hüfte und
    Oberschenkeln
  • Migräne
  • Tumorbildung an Brust, Eierstöcken, Gebärmutter

Östrogen und Progesteron sind hormonelle Gegenspieler. Sie kontrollieren gegenseitig ihre Funktion. Östrogen steht für Wachstum, Progesteron hingegen für Wachstumstopp und Reifung.

Progesteronmangel durch Stress

Sind Frauen vermehrt Stress ausgesetzt, ist die Progesteronbildung im Körper zugunsten des Stresshormons Cortisol vermindert. Dadurch kann eine Östrogendominanz mit ihren typischen Symptomen noch verstärkt werden. Es fehlt dem Körper dann auch das natürliche Beruhigungsmittel „Progesteron“.

Wichtige Bestandteile im Hormoncocktail: Testosteron und DHEA

Androgene – also männliche Sexualhormone – erfüllen auch bei der Frau wichtige Funktionen. Tatsächlich kommen sie im weiblichen Organismus sogar in viel höherer Konzentration vor als die Östrogene. Insgesamt unterscheidet man vier Androgene: Testosteron, Androstendion, Androsteron und DHEA (Dihydroepiandrosteron). Sie werden bei der Frau in den Eierstöcken und in der Nebennierenrinde produziert.

Testosteron ist wichtig für die Sexualfunktionen, die Knochen und die Muskeln, den Fett- und Zuckerstoffwechsel sowie das Herz-Kreislauf-System und die Blutbildung. Bei den meisten Frauen sinkt der Testosteronspiegel in den Wechseljahren. Bei einigen kann er allerdings auch steigen. Auch ein Östrogenmangel in der Postmenopause kann zu einem relativen Überschuss der männlichen Hormone führen. Dies zeigt sich dann häufig in verstärkter Körperbehaarung wie etwa einem Damenbart oder Haaren auf der Brust.

Der heutige westliche Lebensstil ist vielfach von Stress geprägt. Vor diesem Hintergrund gewinnt das Hormon DHEA zunehmend an gesundheitlicher Bedeutung. Das hat seinen guten Grund, denn DHEA ist in der Lage, das klassische Stresshormon Cortisol in Schach zu halten. DHEA ist ein wichtiger Vorläufer der weiblichen und männlichen Geschlechtshormone. Auffällig ist die sinkende Produktion von DHEA mit fortschreitendem Alter ab dem 30. Lebensjahr. DHEA fördert den Muskelaufbau und greift in den Fettstoffwechsel ein. Es wirkt Entzündungen entgegen. Im Gegensatz zu Cortisol aktiviert es das Immunsystem. Darüber hinaus wirkt es motivierend, hat antidepressive Wirkeigenschaften und steigert die Wahrnehmungsfähigkeit.

Die Wechseljahre aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)

Die TCM geht davon aus, dass das Leben einer Frau durch einen Siebenjahres-Rhythmus bestimmt wird. Im 49. Lebensjahr findet ein sprunghaftes Nachlassen der Nierenenergie statt. Diese vererbte, in den Nieren gespeicherte Lebensenergie – auch Essenz genannt – bestimmt unter anderem die Reproduktionsfähigkeit des Menschen. Also auch die Gebärfähigkeit, welche im Klimakterium verloren geht.

Aus Sicht der TCM entstehen sehr viele Beschwerden, die mit der Menopause in Verbindung gebracht werden, aus einer Abnahme der Nierenenergie. Darauf reagiert der ganze Organismus im Klimakterium mit Anpassungsschwierigkeiten. Je nach Lebensführung und den äußeren Umständen sind diese Anpassungsschwierigkeiten mehr oder weniger stark ausgeprägt. Der Grund dafür ist, dass Stress und starke Belastungen zu einem zusätzlichen Verlust an Nierenenergie führen.

Die Nierenenergie steht sowohl für das Yin als auch das Yang der Niere. Ein Verlust an Nierenenergie zeigt sich besonders auf der Yin-Seite. Yin steht für die Substanz, das Kühle, die Feuchtigkeit. Durch das Ausbleiben der Regel spart der Körper wertvolle Yin-Energie, die nun ausschließlich der geistigen Entwicklung der Frau vorbehalten werden soll. Das schwache Yin kann das Yang – also die Energie und Wärme – nicht mehr kontrollieren. Somit kommt es zu Hitzewallungen und Schweißausbrüchen.

Symptome einer kombinierten Yin-Yang-Schwäche

Bei vielen Frauen tritt jedoch ab dem 40. Lebensjahr häufig eine kombinierte Yin-Yang-Schwäche der Nieren auf. Symptome von Hitze und Kälte zeigen sich gleichzeitig. Typisch sind:

  • Hitzewallungen bei gleichzeitig kalten Händen und Füßen
  • abwechselnd Hitzegefühl und Frösteln oder oben Hitze unten Frieren
  • Nachtschweiß mit anschließendem Frösteln
  • rote Flecken am Hals beim Sprechen
  • leichte Erregbarkeit
  • trockener Hals
  • Schwindelgefühl
  • Tinnitus
  • häufiger blasser Harnfluss
  • Rückenschmerzen

Zur Bedeutung des Nieren-Yin

Das Nieren-Yin ist grundlegend für das gesamte Yin des Körpers bedeutsam. Deshalb bestehen enge Abhängigkeiten zu anderen Organen und deren Funktionskreisen. Als Folge eines geschwächten Nieren-Yins kann es zu energetischen Ungleichgewichten innerhalb der 5 Elemente – Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser – kommen. Schließlich unterstützen diese einander und überwachen sich auch gegenseitig. Besonders betroffen sind häufig das Holzelement – Leber- und Gallemeridian –, das Feuerelement mit dem Herzmeridian und das Erdeelement – Magen-, Milz- und Bauchspeicheldrüsenmeridian. Durch diese Ungleichgewichte können sich weitere von Frau zu Frau sehr unterschiedliche Beschwerden entwickeln. Dazu gehören etwa Reizbarkeit, depressive Verstimmungen, trockene Augen, Herzrasen, Bluthochdruck, Schlafstörungen, Migräne, Gelenkschmerzen oder Infektanfälligkeit der Blase.

Risiko Hormonersatztherapie

Hormonpräparate wurden jahrelang vergleichsweise sorglos zur Behandlung von Wechseljahresbeschwerden eingesetzt. Ihre Anwendung galt lange nicht nur als wirksam, sondern auch als sicher. Ergebnisse groß angelegter wissenschaftlicher Studien weisen jedoch darauf hin, dass die Behandlung mit synthetischen Hormonen erhebliche gesundheitliche Risiken bezüglich des Herz-Kreislauf-Systems birgt. Zusätzlich wurde ein deutlicher Zusammenhang zwischen der Hormongabe und einem erhöhten Brustkrebsrisiko nachgewiesen. Außerdem treten im Zuge einer Hormonersatztherapie (HET) häufig Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme, Spannungsgefühle in den Brüsten, Stimmungsschwankungen oder Migräne auf.

Bewährte Unterstützung aus der „Apotheke Natur“

In der Naturheilkunde gibt es gute Möglichkeiten, den natürlichen Wechsel der Frau zu begleiten und die Anpassung an die veränderte Hormonlage positiv zu unterstützen. Dazu gehören die Heilpilze sowie typische Frauenkräuter wie etwa der Frauenmantel, die Schafgarbe, der Mönchspfeffer, die Silberkerze und auch die Yamswurzel.

„Östrogene“ aus dem Pflanzenreich

Besonders interessant sind auch die sogenannten Phytoöstrogene. Sie entfalten im Organismus eine milde Hormonwirkung und können daher typische Wechseljahresbeschwerden lindern. Eine besondere Schutzwirkung haben sie aufgrund ihrer hormonellen Wirkung auch auf die Gefäße und die Knochen, ohne aber ein Tumorwachstum zu begünstigen.

Phytoöstrogene gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen. Bisher wurden sie in über hundert verschiedenen Pflanzen nachgewiesen. Man unterscheidet Isoflavone, Lignane und Coumestane. Besonders reich daran sind Soja, Leinsamen, Hülsenfrüchte und Rotklee. Auch Vollkorngetreide, Buchweizen, Hasel- und Walnüsse, Sonnenblumenkerne sowie viele Obst- und Gemüsesorten enthalten Phytoöstrogene. Durch eine ausgewogene Ernährung, die diese Lebensmittel einbezieht, kann eine gute Versorgung damit erzielt werden.

Vitalpilze – wertvolle Beitrag zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden

Mit der Kraft der Heil- bzw. Vitalpilze haben wir eine ganz besondere Möglichkeit, Wechseljahresbeschwerden effektiv entgegenzuwirken. Sie besitzen eine adaptogene, das heißt ausgleichende und regulierende Wirkung. Dadurch sind sie für den weiblichen Organismus in den Wechseljahren eine wertvolle und kraftvolle Unterstützung. Sie helfen dem Körper der Frau, sich den veränderten hormonellen Bedingungen in den Wechseljahren gut anzupassen. Typische Beschwerden können mit ihrer Hilfe daher gemildert oder sogar ganz vermieden werden.

Cordyceps sinensis

Der Cordyceps hat nach der asiatischen Lehre einen besonderen Bezug zum Funktionskreis Niere. Das heißt, er nährt die Nierenenergie, die Essenz und stärkt das Nieren-Yang. Somit hilft er, sowohl auftretende Hitze- als auch Kältesymptome zu lindern.

Das ist bedeutsam, denn Kälte im Urogenitaltrakt begünstigt Infektionen. Im Rahmen der hormonellen Umstellung treten bei vielen Frauen vermehrt Harnwegs- und Vaginal-Infektionen auf. Cordyceps kann hier sehr gut präventiv genutzt werden.

Studien konnten zudem zeigen, dass der Vitalpilz Cordyceps die Ausschüttung von Steroidhormonen – insbesondere Östrogen und Testosteron – begünstigt. Dadurch kann er unter anderem auch die Libido steigern. Weiterhin entfaltet er eine generell aktivierende Wirkung. Ebenso verbessert er durch seinen günstigen Effekt auf die Nebenniere die Stressresistenz. Als milder MAO-Hemmer – MAO ist die Kurzbezeichnung für das Enzym Monoaminoxidase – beeinflusst er auch den Neurotransmitterhaushalt und wirkt antidepressiv.

Reishi

Dieser Heilpilz wird in der asiatischen Heilkunde auch „Pilz des ewigen Lebens“ genannt. Er hilft bei vegetativen Fehlregulierungen wie Hitzewallungen, innerer Unruhe und Schlaflosigkeit.

Reishi zeichnet sich durch einen besonderen Bezug zur Schilddrüse aus und reguliert ihre Funktion. Die hormonelle Umbruchphase in den Wechseljahren ist häufig verbunden mit Fehlregulationen der Schilddrüse. Dies kann Symptome wie zum Beispiel Herzrasen, Nervosität oder Antriebsschwäche verursachen.

Auch bei Kraftlosigkeit ist der Reishi eine hervorragende Unterstützung. So wurde dieser Vitalpilz bereits im alten China traditionell auch bei Altersvergesslichkeit und Nervenschwäche genutzt. Darüber hinaus stärkt der Reishi die Leber. Er fördert dadurch Entgiftungsprozesse und ein hormonelles Gleichgewicht.

Hericium erinaceus

Der Hericium schützt und stärkt durch seine Inhaltsstoffe ganz besonders das Nervensystem. Er ist also prädestiniert für die Behandlung von stressbedingten Ängsten, Unruhe und Schlaflosigkeit. Alles Symptome, die in den Wechseljahren häufig auftreten und mit diesem Heilpilz sehr gut gelindert werden können. Zusätzlich wirkt er beruhigend und regenerativ auf die Schleimhäute im Magen-Darmtrakt. Auch dies ist für Frauen in den Wechseljahren eine wertvolle Hilfe. Schließlich treten durch die nachlassende Hormonproduktion – insbesondere durch das fehlende Östriol – auch hier oft Defizite und Beschwerden auf.

Polyporus

Liegen aufgrund eines hormonellen Ungleichgewichts. Ödeme vor, wirkt dieser Heilpilz wie ein natürliches Diuretikum (Entwässerungsmittel). Gut zu wissen ist hier auch: Im Gegensatz zu anderen Entwässerungsmitteln führt seine Gabe dabei nicht zur Ausscheidung des so wertvollen Mineralstoffs Kalium. Zudem wird der Polyporus in der Naturheilkunde mit gutem Erfolg auch bei Hauterkrankungen eingesetzt, deren Ursache durch eine Überlastung des lymphatischen Systems bedingt ist. Ebenso bei Akne und Hautunreinheiten, welche durch einen Testosteronüberschuss bedingt sind.

Poria cocos

Auch der Vitalpilz Poria cocos besitzt eine diuretische, also entwässernde Wirkung. Er hilft daher, Stauungen zu beseitigen und unterstützt damit zusätzlich die Gewichtsabnahme. Ebenso entfaltet er eine beruhigende Wirkung und ist günstig bei Schlafstörungen. Weiterhin zeichnet sich der Poria cocos durch einen besonderen Bezug zum Herzen aus. Daher ist er auch vorteilhaft bei Herzrasen bzw. Herzrhythmusstörungen.

Auricularia

Der Auricularia wird in der TCM traditionell bei Trockenheit eingesetzt und hilft, die Schleimhäute zu befeuchten. Das ist gerade in den Wechseljahren eine wertvolle Unterstützung. Schließlich werden mit Beginn dieser Lebensphase die Schleimhäute spürbar trockener und empfindlicher. Besonders betroffen sind dabei die Schleimhäute der Vagina und der Harnwege. Aber auch über trockene Augen klagen viele Frauen in dieser Zeit.

Maitake

In der Postmenopause können zunehmend die Knochen und das Herz-Kreislauf-System unter der veränderten Hormonlage leiden. Sowohl das Östrogen als auch das Progesteron sind maßgeblich am Erhalt der Knochengesundheit beteiligt. Durch die reduzierten Spiegel dieser beiden Sexualhormone wird jedoch der Knochenabbau begünstigt. Hier hat sich die Einnahme von Maitake gut bewährt. Dieser Heilpilz fördert die Tätigkeit der Osteoblasten (knochenaufbauende Zellen) und kann so einem Abbau der Knochendichte entgegenwirken. Weiterhin regt der Maitake den Stoffwechsel an. Dadurch hilft er auch bei der Vorbeugung von unerwünschter Gewichtszunahme. Seine cholesterin- und triglyzeridsenkende Wirkung kann zudem das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes senken.

Zusätzliche natürliche Unterstützung: Yamswurzel

Die wilde Yamswurzel (Dioscorea) zeichnet sich durch ihren ausgeprägten Gehalt an Diosgenin aus. Dieser Inhaltsstoff, ein sogenantes Phytohormon, entfaltet eine progesteronähnliche Wirkung. Außerdem regt Diosgenin die Nebennieren an, vermehrt DHEA zu produzieren.

Erfahrungen zufolge ist die Yamswurzel besonders geeignet, die Symptome einer Östrogendominanz zu lindern. Darunter unter anderem Wassereinlagerungen, Brustempfindlichkeit, irreguläre, heftige Blutungen oder Völlegefühl. Auch Hitzewallungen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen und sexuelle Unlust können mit der Yamswurzel günstig beeinflusst werden.

Fazit

Die Wechseljahre sind keine Krankheit, sondern eine ganz natürliche Phase im Leben jeder Frau. Vitalpilze können Körper, Geist und Seele der Frau in dieser Lebensphase wieder zu einem ausgewogenen Gleichgewicht verhelfen. Beschwerden können gelindert werden. Bei leichten und mittelstarken Wechseljahresbeschwerden kann vielfach sogar Symptom- und Beschwerdefreiheit erzielt werden. Bitte lassen Sie sich vor der Anwendung von Ihrem Therapeuten oder einem Mykotherapeuten bei uns im Institut beraten.

Literatur:

  • Prof. Dr. med Ivo Bianchi: „Moderne Mykotherapie“; Hinckel-Druck 2008
  • Dr. med. Christiane Northrup: „Weisheit der Wechseljahre“; Zabert Sandmann; München 2005
  • Siegfried Kiontke, Mechthild Rex-Najuch, Hartmut Horn: „Betriebstemperatur 37 Grad Celsius“; Vitatec Verlagsgesellschaft
  • Dr.med. Michael E. Platt: „Die Hormonrevolution“; VAK Verlags GmbH, Kirchzarten 2009
  • John R. Lee: „Natürliches Progesteron, Ein bemerkenswertes Hormon“; AKSE-Verlag, München 1997
  • Dr.med. A. Scheuernstuhl/A. Hild: „Natürliche Hormontherapie“; Aurum in J. Kamphausen Verlag, Bielefeld 2010
  • M. Madejski: „Lexikon der Frauenkräuter“; AT-Verlag, 3. Auflage 2010
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