Erkrankung der Bauchspeicheldrüse bei Tieren

Alternative Therapieeinsätze mit Vitalpilzen

Bauchgrummeln, Blähungen, Durchfälle, Erbrechen und Futtermittelunverträglichkeiten: Die Symptome bei Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse oder eine Bauchspeicheldrüsenschwäche sind oft unspezifisch. Sie passen zu vielen Erkrankungen des Verdauungssystems. Dies lässt gerade zu Beginn der Beschwerden oft nicht an die Bauchspeicheldrüse denken.

Erkrankungen dieses Organs haben jedoch in den letzten Jahren auch bei Hunden und Katzen stetig zugenommen. Gerade Geschmacksverstärker, synthetische Vitamine, Aromastoffe, Konservierungsstoffe und minderwertige Futterkomponenten sind häufig an der Entstehung von Bauchspeicheldrüsenerkrankungen beteiligt.

Viele Faktoren überfordern dieses sensible Organ, sodass weitaus mehr Enzyme benötigt werden als die Bauchspeicheldrüse produzieren kann. Um den Heilungsprozess Ihres Tier optimal zu unterstützen, empfehlen wir alternative Therapieansätze. Besonders die Vitalpilze können hier eine zentrale Rolle spielen.

Die akute Pankreatitis / Akute Pankreasentzündung

Bei der akuten Pankreatitis kommt es zu einer Aktivierung der Verdauungsenzyme direkt in der Bauchspeicheldrüse und dadurch zu einer Selbstandauung oder im schlimmsten Fall sogar zu einer Selbstverdauung. Hunde erkranken häufiger an der akuten Pankreatitis als Katzen, wobei sowohl Hunde als auch Katzen eher an der chronischen Form erkranken.

Ursache der Erkrankung beim Hund

Die häufigste Ursache für eine akute Pankreatitis bei Hunden ist ein starkes Übergewicht, zusammen mit einem Bewegungsmangel. Sie kann aber auch nach einer einmalig sehr fettreichen Mahlzeit auftreten, wenn der Hund sich zum Beispiel über das kalte Frittier-Fett hergemacht hat.

Außerdem kommen als Ursache infrage: hormonelle Erkrankungen wie Cushing, Diabetes mellitus oder eine Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion), erhöhte Blutfettwerte (besonders Triclyceride). Auch eine sehr kohlenhydratlastige Fütterung kann für eine Pankreatitis verantwortlich sein. Hohe Anteile an Getreide, Nudeln, Kartoffeln oder Brot führen zu erhöhten und belastenden Triglyceriden.

Maitake bei erhöhten Triglyceriden

Hier können wir den Vitalpilz Maitake einsetzen. Durch den Maitake kommt es zu einer vermehrten Freisetzung von Cholesterin und Triglyceriden aus den Organen. Was man allerdings bedenken sollte: am Anfang der Behandlung kommt es zu erhöhten Cholesterin- und Triglyceridwerten im Blut. Das normalisiert sich später wieder und der Maitake verhindert dann einen erneuten Anstieg. Er senkt zudem das Gesamtcholesterin. Außerdem fördert er noch die Fettverbrennung und wirkt der Entstehung einer Fettleber entgegen.

Symptome bei Hunden

Das Hauptsymptom einer akuten Pankreatitis ist beim Hund Erbrechen. Es kommt bei ca. 90 % der Tierpatienten vor. 80 % leiden an Schwäche und nur 60 % haben Schmerzen. Tiere mit Schmerzen haben dann einen sehr angespannten Bauch und zum Teil sehr starke Schmerzen. Fieber tritt nur etwa bei 20 % auf. Wechselnde Durchfälle gehören nicht zu den klassischen Symptomen. Die Tiere haben zwar zunächst Hunger, wenn sie dann den Futternapf vor sich haben, drehen sie den Kopf weg und wollen nicht mehr fressen.

Pankreatitis bei der Katze

Bei der Katze tritt eine akute Pankreatitis häufig zusammen mit einer Cholangiohepatitis auf, das ist eine Gallengangentzündung mit Beteiligung der Leber oder mit einer sogenannten IBD, einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung. Es sind hier drei Organe entzündet und deshalb nennt man diese Erkrankung auch Triaditis.

Weitere Ursachen bei der Katze sind Infektionskrankheiten, wie beispielsweise das Feline Herpes Virus, das Calici Virus oder auch Toxoplasma Gondii und weitere.

Bei der Katze werden drei Verlaufsformen unterschieden. Einmal die milde Form oder auch akut ödematöse Pankreatitis. Sie wird häufig übersehen, da die Tiere keine Symptome zeigen. Dann gibt es die beiden schweren Verlaufsformen, einmal die akut nekrotisierende und die akut purulente, auch suppurative Pankreatitis genannt.

Die Symptome bei der Katze unterscheiden sich deutlich von denen des Hundes und sind eher unspezifisch. Leitsymptom bei der Katze ist zum einen Apathie. Die Tiere sind also teilnahmslos. Dies kommt bei allen Tieren vor. 97 % leiden unter Appetitlosigkeit, 92 % unter Dehydratation, also Austrocknung. Durchfall und Erbrechen zeigen nur 15-35 % aller Tiere,  Bauchschmerzen sogar nur 25 %. Aus diesem Grund wird eine Pankreatitis bei Katzen sehr häufig übersehen.

Vitalpilze bei akuter Pankreasentzündung

Naturheilkundlich können Hunde und Katzen mit einer akuten Pankreatitis mit OPC und Heilpilzen sehr gut unterstützt werden. Oligomere Procyanidine – kurz OPC – sind eine der wirkungsvollsten Antioxidantien. Sie neutralisieren freie Radikale und eignen sich ganz besonders bei allen entzündlichen Prozessen.

Der Vitalpilz Coprinus schützt die Langerhans-Inseln der Bauchspeicheldrüse, also das Endokrinum. Er hat sich als „das Mittel“ zur Regeneration der Bauchspeicheldrüse erwiesen. Schon nach wenigen Tagen der Einnahme können sich die Beschwerden der Tiere erheblich verbessern und nach einiger Zeit auch die Bauchspeicheldrüsenwerte.

Dies dauert natürlich länger, denn gerade die Bauchspeicheldrüse ist ein Organ, das recht lange zur Regeneration benötigt. Der Coprinus ist der wichtigste Pilz bei der Behandlung von Bauchspeicheldrüsenerkrankungen. Er verursacht keinerlei Erstreaktionen und kann deshalb auch ohne Einschleichphase genommen werden. Bei Bauchspeicheldrüsenerkrankungen sollte der Coprinus möglichst mit jeder Fütterung gegeben werden.

Der ABM (Agaricus Blazei Murrill) hat sich in der Erfahrungsheilkunde als Balsam bei den Bauchspeicheldrüsen-Erkrankungen erwiesen. Er ist ein Immunregulator und hat eine Schutzfunktion auf die Langerhans-Inseln. Seine Betaglukane bremsen die Zuckeraufnahme über den Darm und er hat eine entgiftende und schützende Wirkung auf die Leber.

Der Reishi ist wie der ABM ein Immunregulator. Er enthält von allen Heilpilzen, die meisten Triterpene. Die Triterpene befinden sich überwiegend im Fruchtkörper und in den Sporen. Der Reishi verbessert die Entgiftung der Leber und fördert die Verdauung. Er wirkt entzündungshemmend und hat eine kortisonähnliche Wirkung. Außerdem ist er ausgleichend bei innerer Unruhe. Die Dosierung des Reishi sollte immer einschleichend, mit einer geringen Dosis erfolgen.

Chronische Pankreatitis / Chronische Pankreasentzündung

Auch bei der chronischen Pankreatitis, werden zwei Schweregrade unterschieden: die milde und die akute Form. Sowohl beim Hund als auch bei der Katze kommen häufiger milde Verlaufsformen vor. Katzen erkranken noch häufiger an der chronischen Pankreatitis als Hunde.

Bei der chronischen Pankreatitis kommt es durch rezidivierende oder fortlaufende Entzündungen zu Atrophien der Bauchspeicheldrüse, also einem Gewebsuntergang oder zu Fibrosen. Das ist die Umwandlung von Bauchspeicheldrüsengewebe in Bindegewebe. Auch Nekrosen sind möglich, hier stirbt das Gewebe ab. Dabei werden die Azini-Zellen zerstört und es kommt in der Folge zu einem Mangel an Verdauungsenzymen, da in dem umgebauten Gewebe keine Enzymproduktion mehr stattfindet.

Je nachdem wie viel Azini-Zellen zerstört wurden, kann im Anschluss eine Pankreasinsuffizienz entstehen. Wenn auch Inselzellen betroffen sind, also die ß-Zellen der Bauchspeicheldrüse, kommt es auch zu einem Diabetes mellitus.

Chronische Form bei Hunden

Hunde erkranken häufiger an der rezidivierenden Form. Hierbei treten immer wieder Phasen, mit Verdauungsstörungen auf. Symptome sind zum Beispiel intermittierendes Erbrechen, also Erbrechen das kommt und dann wieder weg ist und nach einer Zeit wieder kommt oder auch Durchfälle. Schmerzen sind seltener und wenn nicht so heftig wie bei einer akuten Pankreatitis. Sie klingen meist von selbst wieder ab. Aus der milden Form kann sich eine schwere Verlaufsform entwickeln.

Häufige Ursachen für eine chronische Pankreatitis sind beim Hund eine Darmentzündung aber auch Entzündungen im Bereich der Leber oder des Magens.

Katzen mit chronischer Erkrankung des Organs

Bei der Katze tritt eine chronische Pankreatitis häufig als Triaditis auf. Hier besteht dann oft ein Vitamin-K-Mangel. Bei ca. jeder dritten Katze kommt eine Pankreatitis zusammen mit anderen Erkrankungen vor. Zum Beispiel mit der hepatischen Lipidose, einem Diabetes mellitus oder einer Hepatitis.

Wegen der unspezifischen Symptome, wie Lethargie, Appetitmangel, Dehydratation und Gewichtsverlust wird gerade bei der Katze auch die chronische Pankreatitis sehr häufig übersehen. Auch hier sind Schmerzen selten, Erbrechen fehlt ganz, oder tritt eben nur intermittierend auf. Durchfälle werden von dem Besitzer meist, mit einer schon bestehenden Darmerkrankung in Verbindung gebracht.

Therapie der chronischen Form

Auch hier können die Tiere natürlich sehr gut mit OPC, aber auch mit Heilpilzen unterstützt werden. Zusätzlich zum ABM, zum Coprinus und zum Reishi, sollte bei der chronischen Pankreatitis auch der Darm unterstützt werden. Hier leistet der Hericium sehr gute Dienste.

Er ist ein wichtiger Pilz bei Erkrankungen des Verdauungstraktes. Der Hericium regeneriert die Magen- und Darmschleimhaut. Die Darmschleimhaut hat einen großen Einfluss auf das Immunsystem. Ist die Darmschleimhaut durchlässig, kommen giftige Stoffwechselprodukte ins Blut und belasten vor allem die Leber. Durch den Hericium wird die geschädigte Darmwand wieder aufgebaut und so der Stoffwechsel entlastet.

 

Quellen:

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